Statine schützen vor Schlaganfall

PARIS (ob). Epidemiologen sehen zwar keine enge Beziehung zwischen Cholesterin und Schlaganfall. Dennoch ist die Cholesterinsenkung mit Statinen eine wirksame Maßnahme zur Reduktion von Hirninsulten.

Veröffentlicht:

Dieser bereits in einigen Einzelstudien nachgewiesene Nutzen ist jetzt in einer neuen Gesamtanalyse von 24 Statinstudien nachdrücklich bestätigt worden. Der vom Pariser Neurologen Professor Pierre Amarenco und seinem Kollegen Dr. Julien Labreuche vorgenommenen Metaanalyse liegen Daten von fast 166 000 Studienteilnehmern zugrunde (Lancet Neurology 2009; 8: 453).

Ihre Berechnung ergab, dass mit jeder Reduktion des LDL-Cholesterins um 1 mmol/l (39 mg/dl) das Schlaganfallrisiko um 21 Prozent verringert wurde. Jede Senkung des LDL-Cholesterins um 10 Prozent war mit einer Abnahme des Risikos für einen ersten Schlaganfall um 13,5 Prozent und mit einer Reduktion der Rate aller Schlaganfälle um 7,5 Prozent assoziiert. In der Sekundärprävention wurde das Risiko für einen erneuten Hirninsult durch Statine um 16 Prozent verringert.

In der Gesamtanalyse führte die Statintherapie zu keiner Zunahme von hämorrhagischen Insulten. Gleichwohl raten die Autoren zur Vorsicht bei der Statin-Behandlung von Patienten mit Hirnblutungen in der Vorgeschichte.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Unterschätztes Problem

Häufig Dauerkopfschmerz nach hämorrhagischem Insult

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ergänzung zu Antibiotika?

Mit intravaginaler Ascorbinsäure gegen bakterielle Vaginose

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Lesetipps