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Brustkrebs-Screening

Und es rentiert sich doch!

Ein neuer Baustein für die Mammografie-Debatte: Italienischen Forschern zufolge ist der Nutzen des Screenings größer als die Gefahr der Überdiagnostik.

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Bitte gut festhalten: Mammographie rettet Leben.

Bitte gut festhalten: Mammographie rettet Leben.

© Sven Bähren / Fotolia.com

FLORENZ (EO). Der Nutzen eines Brustkrebs-Screenings überwiegt die Nachteile, die durch Überdiagnostik und falsch- positive Resultate entstehen, lautet die Bilanz aus europäischen Screening-Programmen.

Auf 1000 Frauen, die ab einem Alter von 50 zweijährlich über 20 Jahre untersucht werden, kommen sieben bis neun, die dem Tod durch Brustkrebs entgehen.

Ihnen stehen vier Frauen gegenüber, deren Brustkrebs ohne Screening zu Lebzeiten nie erkannt worden wäre (Überdiagnostik), berichten die EUROSCREEN-Experten.

Das Brustkrebsrisiko ohne bevölkerungsbasiertes Screening liegt für Frauen zwischen 50 und 79 Jahren im Schnitt bei 6,7 Prozent, ergab die Analyse von Krebsregistern aus Skandinavien, Großbritannien und Italien für 1985 bis 1986.

Mortalität stärker zurückgegangen als vermutet?

Die Mortalität beträgt dann 3 Prozent. Bei 67 von 1000 Frauen wird also die Diagnose Brustkrebs gestellt, 30 sterben daran. Mit Screening ging die Brustkrebsmortalität deutlich zurück; so starben nur noch maximal 23 von 1000 untersuchten Frauen innerhalb von 30 Jahren.

Den Berechnungen zufolge ergibt eine nicht-invasive Diagnostik 17 Prozent falsch positive Befunde, ein invasives Verfahren wie die Biopsie nur 3 Prozent.

Für diese Frauen entsteht eine psychische Belastung, der sie aber nur kurz ausgesetzt sind, betonen die Autoren um Professor Eugenio Paci aus Florenz.

Die Chance, durch ein bevölkerungsbasiertes Screening Leben zu retten, sei größer als das Risiko einer Überdiagnostik. Der Rückgang der Mortalität sei wahrscheinlich sogar größer, als bisher angenommen wurde (J Med Screen 2012;19 Suppl1:5-13).

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