Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zur "resistenten" Hypertonie

Vorbild Großbritannien

Philipp Grätzel von GrätzVon Philipp Grätzel von Grätz Veröffentlicht:

Beim Europäischen Kardiologenkongress wurden die Ergebnisse der randomisierten PATHWAY-2-Studie vorgestellt.

Bei "resistenter" Hypertonie erreichte ein Großteil der Patienten durch Hinzunahme von Spironolacton den "grünen" Blutdruckbereich.

Das ist relevant für die Praxis, wird Eingang in Leitlinien finden und könnte Auswirkungen auf die Definition der resistenten Hypertonie haben und damit auf Studien, etwa zur renalen Denervierung.

Auch die PATHWAY-3-Studie aus demselben Programm ist unmittelbar praxisrelevant.

Sie zeigte, dass eine Blutdrucksenkung mit Amilorid plus Hydrochlorothiazid in jeweils halber Dosis (5-10mg und 12,5-25mg) effektiver und im Hinblick auf den Zuckerstoffwechsel als auch auf den Kaliumhaushalt sicherer ist als die jeweiligen Einzelsubstanzen in voller Dosierung.

Beide Studien haben Substanzen evaluiert, die seit Jahrzehnten erhältlich sind. Aus alten Bekannten lässt sich noch einiges herausholen. In Deutschland wird oft gefordert, solche Studien gezielt zu fördern.

Das passiert aber nur in Nischenindikationen. Das PATHWAY-Programm zeigt, dass auch bei einer Volkskrankheit Fragen mit neutraler Finanzierung beantwortbar sind. Chapeau für diese Studien! Die Patienten werden es den Briten danken!

Lesen Sie dazu auch: Resistente Hypertonie: Oft hilft doch noch ein Medikament

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Pseudoresistenzen

Therapieresistente Hypertonie ist oft gar keine

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 1: Risikoreduktion durch Bempedoinsäure gegenüber Placebo in der CLEAR-Outcomes-Studie für den primären 4-Komponenten-Endpunkt (A) und den sekundären 3-Komponenten-Endpunkt (B) stratifiziert nach Diabetes-Status

© Springer Medizin Verlag

Diabetes mellitus

Bempedoinsäure: Benefit für Hochrisiko-Kollektive

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren