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Kongo

WHO warnt vor Ausbreitung von Ebola

Rebellenangriffe und tiefes Misstrauen gegen die Regierung gefährden den Kampf gegen die Ebola-Epidemie im Kongo.

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GENF. Die WHO und ihre Partner mussten ihre Arbeit in der vom Ebola-Ausbruch betroffenen Kongo-Provinz Nord-Kivu unterbrechen, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Peter Salama am Dienstag in Genf. In der Stadt Beni und Umgebung seien nach Rebellenangriffen mit mehr als 20 Toten Trauer- und Protesttage ausgerufen worden. Dies mache Einsätze der Teams zu gefährlich.

Rund um Beni sind Milizen aktiv, der Einfluss der Regierung aus der fernen Hauptstadt Kinshasa ist begrenzt. Einzelne Politiker nutzen das Misstrauen der vom Bürgerkrieg traumatisierten Bevölkerung offenbar aus, um die Regierung für die Ebola-Ausbreitung verantwortlich zu machen. Weil die WHO und ihre Partner eng mit dem Gesundheitsministerium zusammenarbeiteten, würden oft auch Mitarbeiter der Hilfsorganisationen angefeindet, so Salama.

Demnach konnten Helfer am Montag drei Patienten mit Ebola-Verdacht nicht aufsuchen und untersuchen. Nur etwa jede fünfte Kontaktperson von Ebola-Patienten habe zur Überwachung besucht werden können. Seit Bekanntwerden des Ausbruchs Anfang August sind nach Angaben der Regierung 100 Menschen an Ebola gestorben. Bei 119 von 150 Verdachtsfällen wurde der Erreger bisher bestätigt.

"Wenn wir uns aus Nord-Kivu zurückziehen müssen, haben wir große Sorge, ob der Ausbruch unter Kontrolle gehalten werden kann", sagte Salama. Für das Nachbarland Uganda bestehe akute Gefahr einer Ausbreitung. An den Grenzen werde daher verstärkt nach Fällen Ausschau gehalten. (dpa)

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