Diabetes mellitus

Wenige Diabetiker kriegen ihr Fett weg

Licht und Schatten bei der Versorgung von Typ-2-Diabetikern: Immer mehr Erkrankte kommen dem Zielblutdruck nahe, doch nur wenige schaffen es, richtig abzuspecken.

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Der Anteil von Typ-2-Diabetikern, die den Zielwert unter 130/85 mmHg erreichten, stieg auf 46 Prozent.

Der Anteil von Typ-2-Diabetikern, die den Zielwert unter 130/85 mmHg erreichten, stieg auf 46 Prozent.

© Klaus Rose

NEUHERBERG (hub). Die medizinische Versorgung von Diabetikern hat sich deutlich verbessert: So erreichen etwa heute mehr Diabetiker den Zielblutdruck als noch vor zehn Jahren.

Auf der Basis bevölkerungsrepräsentativer Studien in der Region Augsburg (KORA) wurde die Qualität der primärmedizinischen Versorgung von Patienten mit Typ-2-Diabetes verglichen (Bundegesbl 2011; 54: 187).

Die Ergebnisqualität wurde etwa anhand der Werte für Blutzucker, Blutdruck, LDL und BMI beurteilt.

Deutliche Verbesserungen beim Blutdruck

Über die drei Zeiträume 1999 bis 2001, 2004 bis 2005 und 2006 bis 2008 hat es deutliche Verbesserungen beim Blutdruck gegeben.

Der Anteil von Typ-2-Diabetikern, die den Zielwert unter 130/85 mmHg erreichten, stieg von 23 Prozent auf 34 und schließlich 46 Prozent.

Das korreliert mit vermehrt verordneten Antihypertensiva: Blutdrucksenker erhielten 61, 72 und 75 Prozent der Diabetiker. Auch konnte ein deutlich verbessertes Lipidprofil nachgewiesen werden.

Immer noch viele adipöse Diabetiker

Keine Veränderungen gab es hingegen beim HbA1c-Wert unter 6,5 oder 7 Prozent. Konstant blieb ebenfalls der hohe Anteil von adipösen Diabetikern. Einen BMI unter 30 hatten nur 43, 46 und 45 Prozent der Patienten.

Der Anteil von Nichtrauchern war allerdings mit 85 bis 90 Prozent relativ hoch, auch wenn es hier keine weiteren Verbesserungen gab.

Verbessert hat sich die ärztliche Einstellung zu Fußuntersuchungen: Der Anteil von Diabetikern, denen binnen eines Jahres eine solche Untersuchung angeboten oder dazu geraten wurde, stieg von 38 auf 46 und schließlich auf 55 Prozent.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Patienten müssen selbst etwas tun

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