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Wer Bergkäse genießt, schützt offenbar sein Herz

BADEN (ob). Bergkäse aus der Milch von Kühen, die sich ausschließlich vom saftigen Gras alpiner Bergweiden ernährt haben, ist in seinem Gehalt an Fettsäuren möglicherweise vorteilhafter als andere Käse-Produkte. Diese Vermutung äußern Schweizer Forscher nach einem Vergleich von 40 Käsesorten.

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Ebenso wie den in Fischöl enthaltenen Fettsäuren werden auch der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure a-Linolensäure (ALA) kardioprotektive Effekte zugeschrieben. In einigen - jedoch nicht in allen - epidemiologischen oder klinischen Studien ist eine inverse Beziehung zwischen ALA-Aufnahme und KHK-Risiko beobachtet worden.

Das Gras alpiner Almwiesen scheint besonders reich an ALA zu sein. Folglich müßte auch Käse, der aus der Milch von auf Almen weidenden Kühen hergestellt wird, einen relativ hohen ALA-Gehalt aufweisen dachte sich eine Gruppe Schweizer Forscher um Dr. Jürg H. Beer vom Kantonsspital Baden.

Um die Hypothese zu verifizieren, hat sein Team das Fettsäuren-Profil von insgesamt 40 Käsesorten analysiert und verglichen - darunter Schweizer Bergkäse aus der Gstaad-Region, englischer Cheddar, Emmentaler aus industrieller Herstellung und Produkte aus der Milch von Kühen, die mit Leinsamen angereichertes Futter erhalten hatten (Circulation 109, 2004, 103).

Die Analyse bestätigte die Vermutung der Forscher: Bergkäse aus Almwirtschaft enthielt tatsächlich viermal mehr ALA als etwa Cheddar. Emmentaler erreichte nur 40 Prozent des ALA-Gehalts von Bergkäse. Die Überraschung: Auch Käse aus der Milch von Kühen, die eine Zufütterung von (ebenfalls an ALA reichen) Leinsamen erhielten, lag in seinem ALA-Gehalt deutlich unter dem alpiner Bergkäse.

Außer pflanzlichen Ölen, Walnüssen, Bohnen oder Broccoli bietet demnach auch der Genuß von Bergkäse die Möglichkeit, die Zufuhr der potentiell kardioprotektiven Omega-3-Fettsäure mit der Nahrung zu erhöhen.

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