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Leitartikel zum Nutzen von Betablockern

Wie eine Frage gestellt und nicht beantwortet wurde

Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern sind jeweils Indikationen für Betablocker. Da sollte diese Therapie auch bei Koexistenz beider Erkrankungen von Nutzen sein. Doch das Gegenteil ist der Fall, suggeriert eine neue Metaanalyse. Was nun?

Peter OverbeckVon Peter Overbeck Veröffentlicht:
Blick aufs EKG - und dann die Frage: Betablocker ja oder nein?

Blick aufs EKG - und dann die Frage: Betablocker ja oder nein?

© Klaro

Medizinische Forschung ist unter anderem dafür da, den Nutzen neuer Therapien zu ergründen. Im besten Fall liefert sie Ergebnisse, die als die viel zitierte "Evidenz" ein solides Fundament klarer Handlungsempfehlungen für die Praxis bilden. Die unermüdlich arbeitende Publikationsmaschinerie der wissenschaftlichen Fachblätter bringt aber immer wieder auch Studien hervor, die das glatte Gegenteil bewirken: Sie werfen Fragen auf, die sie nicht in gebotener Eindeutigkeit beantworten können und hinterlassen ein Gefühl von Zweifel, Unsicherheit und Ratlosigkeit.

Solche Gefühle zu erwecken lag sicher nicht in der Absicht einer Forschergruppe um Professor Dirk Van Veldhuisen aus Groningen. Am Anfang ihres Studienprojekts stand lediglich eine legitime Frage: Nutzen Betablocker auch jenen Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, bei denen als Begleiterkrankung Vorhofflimmern besteht? ...

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