Coronavirus

Zahl der MERS-Opfer steigt

Ein Virus breitet sich weiter aus: Der MERS-Coronavirus fordert in Saudi-Arabien ein weiteres Todesopfer. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt.

Veröffentlicht:
MERS-CoV unter dem Elektronenmikroskop.

MERS-CoV unter dem Elektronenmikroskop.

© Maureen Metcalfe; Azaibi Tamin / CDC

RIAD. In Saudi-Arabien steigt die Zahl der Todesfälle wegen des neuen MERS-Coronavirus weiter. Ein 73-Jähriger sei in den vergangenen Tagen in der Hauptstadt Riad an den Folgen der Infektion gestorben, teilte das saudische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Der Mann habe allerdings an chronischen Vorerkrankungen gelitten.

Mit dem neuerlichen Fall steigt die Zahl der Todesfälle in dem Königreich auf 57. Saudi-Arabien ist von dem "Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus" am schwersten betroffen. Bislang zählen die staatlichen Behörden 141 Erkrankungsfälle.

Allein in den vergangenen Tagen sind vier neue Fälle hinzugekommen. Ein 57 Jahre alter Mann, der an chronischen Vorerkrankungen leidet, wird derzeit intensivmedizinisch versorgt.

Außerdem sind den Angaben zufolge drei Ärzte erkrankt, darunter ein 27-jähriger Einheimischer und zwei ausländische Mediziner (eine 43-jährige Frau und ein 35 Jahre alter Mann).

Die Weltgesundheitsorganisation WHO verzeichnet seit dem Ausbruch des MERS-CoV im September vergangenen Jahres 166 laborbestätigte Fälle, darunter 71 Todesfälle. Das ergibt eine Letalität von 42,8 Prozent, wobei nicht wenige der Gestorbenen zuvor bereits an anderen Erkrankungen litten.

Hauptsächlich von der Epidemie betroffen sind die Staaten des Nahen Ostens. Bestätigte Fälle gab es laut WHO bislang in Saudi-Arabien, Jordanien, Kuwait, Katar, im Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Tunesien, aber auch in Frankreich und Großbritannien.

Experten vermuten, dass Kamele oder Dromedare Überträger der neuen Viren sein könnten. Das MERS-CoV ist ein enger Verwandter des SARS-Coronavirus. Bei der Pandemie in den Jahren 2002 und 2003 waren fast 9000 Menschen erkrankt und über 800 an den Folgen der Infektion gestorben. (nös)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

ARE in Grafiken

RKI: Grippewelle deutet sich an

ARE in Grafiken

Zahl der Influenza-Infektionen steigt

Das könnte Sie auch interessieren
Wie Zink das Immunsystem stärken kann

© Tondone | AdobeStock

Risikogruppen schützen

Wie Zink das Immunsystem stärken kann

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & CO KG
Praxisfall im Podcast: Atemwegsinfekt

© Bionorica SE

Phytoneering-Akademie

Praxisfall im Podcast: Atemwegsinfekt

Anzeige | Bionorica SE
Antibiotika – Fluch und Segen

© Bionorica SE

Podcast

Antibiotika – Fluch und Segen

Anzeige | Bionorica SE
Brauchen wir noch Antibiotika?

© deepblue4you | iStock

Content Hub

Brauchen wir noch Antibiotika?

Anzeige | Bionorica SE
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: TriMaximize-Studie: Verbesserung der Lebensqualität nach Umstellung auf extrafeine Dreifachfixkombination

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [8]

Mittelgradiges bis schweres Asthma bronchiale

Bessere Kontrolle und Lebensqualität unter inhalativer Triple-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Chiesi GmbH, Hamburg
Wirksamkeit der TTFields-Therapie

© Novocure

Arztinformation – Metastasiertes NSCLC und Mesotheliom

Wirksamkeit der TTFields-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novocure GmbH, München
Neuer CFTR-Modulator bei Mukoviszidose

© Springer Medizin Verlag

Neuer CFTR-Modulator bei Mukoviszidose

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Würfel springt von 5 auf 6 um. Dies symbolisiert den Jahreswechsel von 2025 auf 2026; dahinter Feuerwerk.

© Romolo Tavani / stock.adobe.com

Zum Jahresstart

Das ändert sich 2026 für Praxen

Eine ältere Frau ist gestürzt und liegt auf dem Boden.

© Rawpixel.com / stock.adobe.com

Gebrechliche Patienten

Hüft-Operation bei Herzpatienten: Wie sich Risiken minimieren lassen