Reisemedizin

Zoonose fordert in den USA 14 Todesopfer

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Maryland. In neun US-Bundesstaaten wurden in diesem Jahr 36 Fälle von Östlicher Pferdeenzephalomyelitis (EEE) gemeldet – 14 davon verliefen tödlich, erklärt die US-Gesundheitsbehörde CDC (N Engl J Med 2019; online 21. November).

Die Zoonose tritt vor allem bei Pferden auf. Ihre Erreger (Alphaviren) werden durch Stechmücken übertragen und sind bereits seit Jahrhunderten in Nordamerika verbreitet. Zwischen 1831 und 1959 wurden zwölf Epidemien dokumentiert, zuletzt allerdings nur wenige Erkrankungen in den Jahren 2010 (10 Fälle) und 2012 (15 Fälle). Umso beunruhigender seien nun die zunehmenden Erkrankungszahlen, so die CDC. Überlebende hätten häufig bleibende neurologische Folgeschäden.

EEE-Infektionen treten vornehmlich in Sommer und Herbst auf. Etwa 96 Prozent der infizierten Personen bleiben asymptomatisch, jeder dritte Patient mit Symptomen stirbt allerdings. Eine spezifische Therapie gibt es bislang nicht, die Behandlung erfolgt rein symptomatisch. Derzeit sind bereits mehrere Impfstoffe in der Entwicklung, erklärt das CDC. Eine vorbeugende Schutzimpfung für Pferde ist in Endemiegebieten bereits möglich. (mf)

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