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Zuschuss zur Antibabypille - Gute Idee eines Arztes stößt auf Ablehnung

SCHWERIN/DEMMIN (di). Die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche in Mecklenburg-Vorpommern sind höher als ein Zuschuss für die Anti-Baby-Pille. Der niedergelassene Gynäkologe Fridjof Matuszewski scheiterte dennoch mit seinem Bemühen, einen Modellversuch zur Bezuschussung der Pille durch das Land zu starten

Veröffentlicht:

Ich gehe davon aus, dass der Landeszuschuss unter dem Strich Geld gespart hätte", sagte Matuszweski der "Ärzte Zeitung". Der Frauenarzt aus Demmin hat selbst Patientinnen, die die Pille aus finanziellen Gründen nicht mehr nehmen, ungewollt schwanger werden und den Abbruch dann auf Kassenkosten vornehmen lassen.

"Das ließe sich mit einem jährlichen Zuschuss von 50 Euro vermeiden", sagt Matuszewski. Sein Ziel war aus gesundheitlichen, sozialen und ethischen Gründen ein dreijähriger Modellversuch, bei dem 20 bis 25-Jährige sozial schwache Frauen den Zuschuss erhalten. Damit hätten die Frauen die günstigste Pille für ein Jahr bezahlen können. In ganz Mecklenburg-Vorpommern wären nach Angaben des Arztes etwa 6600 Frauen für diese Förderung in Frage gekommen, dies entspricht Gesamtkosten von 330 000 Euro.

Finanziell profitiert hätten die gesetzlichen Krankenkassen. Jeder der jährlich 3160 Schwangerschaftsabbrüche in Mecklenburg-Vorpommern kostet die Kassen 400 Euro. Auf die im Modellversuch vorgesehene Altersgruppe der 20 bis 25-jährigen entfallen allein 861 Abbrüche. Wenn davon 400 verhindert werden, könnten die Kassen 160 000 Euro einsparen.

Wenn alle Abbrüche in dieser Altersgruppe verhindert werden, könnten die Kassen sogar mehr Geld einsparen, als das Land für den Modellversuch aufwenden müsste. Dennoch wurde der Antrag von der SPD-CDU-Koalition im Landtag ohne Begründung abgelehnt.

Matuszewski vermutet, dass sein politisches Engagement für die FDP, für die er in Gesundheitsthemen auf Landesebene engagiert ist und die auch den Antrag im Landtag eingebracht hat, den Ausschlag gegeben hat.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Engagement statt Resignation

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