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Zwei neue Standard-Impfungen für Säuglinge und Kleinkinder

NEU-ISENBURG (hub). Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlungen deutlich erweitert. Wichtigste Neuerung: Die Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken Typ C werden jetzt generell für alle Säuglinge und Kleinkinder empfohlen.

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Streptococcus pneumoniae und Neisseria meningitidis sind die häufigsten Erreger invasiver bakterieller Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern. Vor allem diese Infektionen sollen durch Impfungen verhindert werden, so die STIKO (Epid Bull 30, 2006, 1).

So bekommen in Deutschland jedes Jahr 250 Kinder eine Pneumokokken-Meningitis, etwa 20 Kinder im Alter bis fünf Jahre sterben an invasiven Pneumokokken-Infekten, 38 bekommen teils schwere Behinderungen. Meningokokken sind Ursache für bis zu 770 schwere Infekte pro Jahr; jeder zwölfte Patient stirbt.

Gegen Pneumokokken steht ein 7-valenter Konjugat-Impfstoff zur Verfügung, geimpft wird viermal - beginnend mit vollendetem zweitem Monat. Gegen Meningokokken Typ C gibt es mehrere Impfstoffe. Die einmalige Impfung erfolgt zu Beginn des zweiten Lebensjahres.

Mit einer weiteren Änderung will die STIKO Säuglinge besser gegen Keuchhusten schützen. Das geht, indem bei Auffrisch-Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie ein Kombi-Impfstoff mit Pertussis-Komponente verwendet wird. Damit ist das Umfeld geimpft und der Säugling indirekt geschützt.

Die Empfehlungen im Internet: www.rki.de, "Infektionsschutz"

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Wann werden die Impfungen bezahlt?

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