Folgerichtig: Entsprechend des in der GKV reduzierten THC-Therapeutikaspektrums kann auch die vertragsärztliche Stellungnahme zum Cannabis-Genehmigungsantrag seltener abgerechnet werden.
Die Impfquoten in Deutschland sind deutlich zu niedrig. Daran ließe sich mit mehr barrierearmen Angeboten, Schulimpfprogrammen, Apothekenimpfungen und Erinnerungen einiges ändern.
Beihilfefähig ist laut Kasseler Verwaltungsgericht nur eine wissenschaftlich anerkannte Therapie. Soll heißen: In der medizinischen Fachwelt muss ein Konsens über den Nutzen der Methode vorherrschen.
Eine Einschreibepflicht oder sonstige Vorgaben soll es für Patienten im geplanten Primärversorgungssystem offenbar nicht geben. Auf dem parlamentarischen Abend der DEGAM lehnte zumindest BMG-Staatssekretär Kippels „Zwangsmaßnahmen“ ab.
Der Neue im Bundesgesundheitsministerium hat seine erste Befragung im Bundestag überstanden. Carsten Linnemann kündigt einen Entwurf für das geplante Primärversorgungssystem noch für dieses Jahr an.
Die KI-Verordnung betrifft auch Arztpraxen. Wie, das erklärt Medizinrechtlerin Professorin Julia Gokel im „ÄrzteTag“-Podcast. Weitere Themen: Wie kann über genutzte KI informiert werden? Und was tun, wenn Patienten mit einer KI-Diagnose kommen?
Gemüse ist in der Regel gesund, sechs Pfund Rote Beete pro Woche hätten einen 82-jährigen Mann allerdings fast umgebracht. Grund war der hohe Nitratgehalt in Kombination mit einer Isosorbit-Mononitrat-Behandlung. Dies führte zu einer lebensbedrohlichen Methämoglobinämie.
Mit der „Allianz für Frauengesundheit“ wollen Akteurinnen aus Gesundheitswesen, Wissenschaft und Politik die Frauengesundheit voranbringen. Gefordert werden eine gerechtere Versorgung und Forschung, bessere Daten und eine nationale Strategie.
Der Punktwert 2027 steht. Ein Jubelergebnis will der KBV-Vorstand aber nicht in dem Verhandlungsergebnis sehen. Die Krankenkassen sprechen von einem „fairen Honoraranstieg“. Verbände der Haus- und Fachärzte reagieren vergrätzt.
In Brandenburg mangelt es an Ärzten, viele haben längst das Seniorenalter erreicht und praktizieren trotzdem weiter. Hausärzte sind durchschnittlich 55 Jahre alt, der älteste sogar 89.
Eine Hausarzt mit wenig Wartezeit und dafür viel Zeit für Patienten: Eine Erstanamnese darf hier auch mal 30 Minuten dauern. Wie das funktioniert berichtet Hausarzt Dr. Ahmad Sirfy, Inhaber der Smartpraxis in München.
Die Debatte um eine mögliche Einführung der Widerspruchsregelung bei der Organspende ruft die Vertragsärzte auf den Plan. Grund ist die ab 2027 ausgesetzte Honorierung für die Organspendeberatung. Die KBV formuliert eine klare Erwartung.
Drei Länder bringen eine Entschließung in den Bundesrat ein. Darin machen sie sich für ein „Recht auf Vergessenwerden“ für ehemals an Krebs erkrankte Menschen stark. Das Ziel: Betroffene vor Nachteilen bei Versicherungen oder Krediten schützen.
Die politische Debatte um die künftige Primärversorgung verengt sich auf einen vermeintlichen Gegensatz zwischen Arzt- oder App-Kontakt. Doch das muss keiner sein, beide Welten gehören zusammengedacht.
Deutschland nimmt im europäischen Vergleich beim Fortpflanzungsrecht eine Sonderrolle ein. Die rechtlichen Vorgaben gelten als restriktiv und nicht selten als wissenschaftlich überholt. Und doch ist kein Reformwille in Sicht. Warum ist das so?
Für jeden zweiten Deutschen sind Mediziner die am vertrauenswürdigste Berufsgruppe. Skepsis herrscht gegenüber KI-Chatbots, mehr als die Hälfte hält diese für wenig glaubwürdig.
Bei den Ausbildungsplätzen in Deutschland sieht es noch recht gut aus. Danach aber gelingt es jungen Leute oft nicht, eine Stelle zu finden. Das Gesundheitswesen aber bietet Chancen.
Der Entwurf einer GOÄ-Novelle bleibt bei den Laborverbänden umstritten. Mit einem neuen Gutachten untermauern die Verbände ihre Kritik und fordern mehr Kostentransparenz und ein Verbot der Selbstzuweisung an Apparategemeinschaften. Der PKV-Verband weist die Kritik zurück.
Ein RKI-Bericht von 2023 zur Implementierung der COVID-19-Impfung in die STIKO-Empfehlungen gibt laut LSG Potsdam hinreichend den Erkenntnisstand wieder, welche UAW sich einer Corona-Impfung zuschreiben lassen.
Der Arzneimittelreport der BARMER beleuchtet die Ausgabenentwicklung für die medikamentöse Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz und Asthma. Der Preisanstieg bei Medikamenten ist signifikant, die Therapiefortschritte sind es auch.
Primärversorgung bedeutet nicht nur neue Regeln – sie soll auch Unterstützung bieten: Das betont DEGAM-Präsidentin Eva Hummers im Podcast. Sie erklärt, warum der Begriff Lotse für die künftige Rolle der Hausärzte zu kurz greift – und warum es bei der Reform keine halben Sachen geben darf.
Vor „Shrinkflation“ durch das GKV-Sparpaket wie beim Joghurt im Supermarkt warnt Dr. Francisco X. Moreano. Die Kassenbeiträge sollen stabil bleiben, doch Präventionsleistungen drohen knapper zu werden. Die Rechnung könnten gesetzlich Versicherte künftig selbst bezahlen.
Eine Befragung des PKV-Instituts zeigt: Praxisteams schätzen digitale Anwendungen, vor allem bei Dokumentation, Patientenmanagement und Verwaltung. In Hausarztpraxen ist fehlende Zeit das größte Hindernis.
Weniger Arbeitsunfälle, eine stabile Quote anerkannter Berufskrankheiten und gleichzeitig steigende Einnahmen aufgrund expansiver Lohnentwicklung: Die Gesetzliche Unfallversicherung 2025.
Mit einer Verkrustung des linken äußeren Ohres stellte sich eine 64-jährige Patientin beim HNO-Kollegen vor. Da die initiale Diagnostik nicht zur Diagnose führte, wurde eine sanierende Operation durchgeführt. Was steckte hinter dem Befund?
Kindern mit einer chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes wird eine Impfung gegen Grippe empfohlen. Doch die wenigsten Eltern nehmen das Angebot wahr.
Der Kanzler macht Andeutungen zum Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung und stößt damit in der Ärzteschaft auf Unverständnis. Es sei falsch, ausgerechnet die stabilste Säule des Gesundheitssystems infrage zu stellen.
Die Senkung erhöhter Lipoprotein(a)-Spiegel im Blut gilt als vielversprechender Ansatz, um kardiovaskulären Ereignissen besser vorzubeugen. Der Ausgang einer großen Phase-III-Studie ist allerdings enttäuschend.
In den vergangenen Monaten gab es immer wieder die Warnung vor Regressen bei der Verordnung von DiGA. Ein Fachanwalt stellt klar, es gibt dazu keine Massenprüfungen. Und erklärt auch warum.
Hausärztin Verena Gall setzt sich für den Klimaschutz ein, 2025 hat sie erstmals eine Themenwoche in ihrem Ort organisiert. Auch ihre Praxis ist nachhaltig aufgestellt – was finanzielle Früchte trägt.
Leider zeigt sich beim Sparen eine Priorisierung, die den Medizinstudierenden genauso wenig gefällt wie vielen Akteuren der Selbstverwaltung, schreibt Joshua Meisel von der bvmd: Patient*innen und Leistungserbringer*innen in der Pflicht, der Bund und die pharmazeutische Industrie außen vor.
So wirksam antiresorptive Therapien bei Osteoporose und anderen Knochenstoffwechselerkrankungen sind – bei Hypophosphatasie sind sie kontraindiziert. Eine Frau aus Kolumbien erfuhr dies schmerzhaft.
Die American Medical Association hat zusammen mit dem Vaccine Integrity Project die Studienlage zu Impfungen gegen respiratorische Viren gesichtet. Ziel war es, die Wirksamkeit der Vakzinen für die kommende Saison 2026/2027 einzuschätzen – mit beruhigendem Ergebnis.
Warum sich das Risiko für Herzinsuffizienz lange vor der Erkrankung beeinflussen lässt und welche Ansatzpunkte dabei besonders wichtig sind, erläutert Heribert Schunkert vom Deutschen Herzzentrum München.
Herzinsuffizienz ist in Deutschland sozial ungleich verteilt. Das zeigt der „Gesundheitsatlas Deutschland Herzinsuffizienz“, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) veröffentlicht hat.
Beim Menschen ist die Nase für ein effizientes Atmen vorgesehen. Wer hingegen dauerhaft mit dem Mund atmet, riskiert muskuloskelettale Veränderungen, wie aus einer systematischen Studienübersicht hervorgeht.
Der Hüftgelenktotalersatz mit Dual-Mobility-Pfanne ist für ältere Menschen mit dislozierter Femurhalsfrakur offenbar von Vorteil. In einer großen randomisierten Studie war die Luxationsrate im Jahr nach der Operation signifikant niedriger.
Wie viele Organfunktionen ist auch die Funktion des Immunsystems im Alter eingeschränkt. In einer Pilotstudie konnte die natürlich vorkommende Substanz Spermidin diesen Prozess positiv beeinflussen und die Impfantwort messbar anheben.
Langzeitdaten zur operativen Behandlung des uterovaginalen Prolapses zeigen Unterschiede in den Versagensraten zweier etablierter Verfahren. Patientinnen berichteten jedoch über vergleichbare Behandlungsergebnisse über einen Zeitraum von zehn Jahren.
KI-unterstützte Befundungssysteme können womöglich bereits zehn Jahre vor einer Brustkrebsdiagnose Auffälligkeiten in Mammografien detektieren. Das legen zumindest Ergebnisse einer retrospektiven Studie aus Schweden nahe.