Zum Auftakt des DEGAM-Kongresses in Göttingen skizzierten die Podiumsteilnehmer die Kriterien für ein erfolgreiches Primärarztsystem: Neben gut ausgebildeten Medizinern brauche es auch Patienten, die den Mehrwert der Reform erkennen.
Das Bundeskabinett hat die Pflegereform beschlossen. Der vorgesehene neue „Check up 60plus“ soll die Pflege-Prävention stärken helfen. Die Beiträge steigen weiter.
Zum Auftakt des eigenen Kongresses setzt die DEGAM Leitplanken, wie in Zukunft ein Primärversorgungssystem funktionieren könnte. 80 bis 90 Prozent der Fälle könnten abschließend in Hausarztpraxen behandelt werden, postulierte Kongresspräsidentin Eva Hummers.
Hausarzt, App oder beides? Wer steuert den Zugang zur Primärversorgung – und wie? Einfache Antworten verbieten sich, macht eine Online-Session von „Politik & Debatte“ deutlich. Ein Patientenvertreter äußert eine klare Erwartung.
Über die Pflegefinanzierung ist ein Streit entbrannt, der tief in politische DNA der Koalitionspartner Union und SPD reicht. Die Frage lautet: Wie viel Vergesellschaftung des Pflegerisikos darf es sein?
Das wiederholte Fragen einer Pflegerin ist laut Richter kein echter Überzeugungsversuch. Damit ist das Recht auf körperliche Integrität und Selbstbestimmung verletzt worden.
Den Weg für das Disease-Management-Programm Chronische Herzinsuffizienz hatte der Gemeinsame Bundesausschuss bereits im Jahr 2018 frei gemacht. Aber erst jetzt steigt das erste Bundesland ein.
Patienten bringen immer häufiger politische Themen mit in die Praxis. Dr. Markus Blumenthal-Beier erklärt im „ÄrzteTag“-Podcast, wie Ärzte Grenzen setzen können, ohne Patienten vor den Kopf zu stoßen.
Hausarzt David Reckers vermittelt hausärztliche Themen auf Social Media. Jetzt hat er dafür eine Preis bekommen und freut sich über die Aufmerksamkeit. Denn das ist heute der Ort, wo sich Menschen über Gesundheit informieren.
Behandlungsdauer, Verträglichkeit und Patientenkommunikation können Adhärenz und Therapieerfolg beeinflussen. Prof. Markus Heppt unterstreicht die Bedeutung des strukturierten Aufklärungsgesprächs.
Um vieles teuerer als Zubereitungen und hinsichtlich der zugelassenen Indikationen limitiert: Was bewog den Gesetzgeber, in der Cannabismedizin Fertigarzneimitteln den Vorrang einzuräumen? Konkretes lässt die Bundesregierung vermissen.
Das AMNOG setzt seit 2011 den Rahmen für Nutzenbewertung und Preisverhandlungen neuer Arzneimittel. Jetzt plant das Gesundheitsministerium eine Rosskur. Pharmahersteller sehen darin ein Update, Krankenkassen warnen vor aufgeweichten Evidenzstandards.
Nach fünf Jahren sind die europäischen Leitlinien zum Management bei Herzinsuffizienz aktualisiert worden. Änderungen hat es unter anderem in der Klassifikation, Nomenklatur und Therapie gegeben.
Wenn Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko nach einer perkutanen koronaren Intervention (PCI) bereits zwölf Monate lang eine duale Plättchenhemmer-Therapie (DAPT) erhalten haben – wie sollte dann antithrombotisch weiterbehandelt werden? Informationen dazu liefert die A-CLOSE-Studie.
Bereits im präklinischen Stadium einer Herzinsuffizienz ist Fatigue mit einer deutlich schlechteren Lebensqualität und einem erhöhten Risiko für eine spätere klinische HF verbunden. Besonders ausgeprägt ist der Zusammenhang bei einem bestimmten Phänotypen.
Scheitern sequenzielle Monotherapien mit Biologika oder Januskinase-/Tyrosinkinase-2-Hemmern, und die Psoriasisarthritis bleibt weiter entzündlich aktiv, sind Kombinationstherapien durchaus zu erwägen.
Wer einen Typ-2-Diabetes hat und zusätzlich eine symptomatische Gonarthrose, tut sich schwerer als Menschen mit gesunden Gelenken, den HbA1c-Wert in den Zielbereich zu bekommen. So lautet das Ergebnis einer Querschnittstudie.
Ein 66-Jähriger hat anfallsweise Arthritiden, eine Niereninsuffizienz, im Röntgen des Knies eine Chondrokalzinose und ungewöhnliche Kristalle im Gelenkpunktat. Was hat ein bariatrischer Eingriff damit zu tun?
Eine Registerstudie und der EARLY-TAVR-Trial sprechen für die Sicherheit von adäquat durchgeführten Belastungstests bei asymptomatischer schwerer Aortenstenose. Erhielten die Erkrankten mit auffälligem Testergebnis dann auch zeitnah einen Aortenklappenersatz?
Ein neuer Gentest auf Urinbasis könnte die aktive Überwachung bei Männern mit Prostatakrebs verbessern. Mit dem so genannten MPS2 wurden aggressive Tumoren in einer US-Studie deutlich besser erkannt als mit einer multiparametrischen MRT.
Bei Menschen mit erst kürzlich diagnostiziertem Typ-2-Diabetes unter Metformin scheint der frühe Einsatz von Tirzepatid sinnvoll. In einer Studie verbesserten sich mehrere Faktoren.
Die präventive Behandlung eines noch nicht klinisch manifesten Typ-1-Diabetes ist in der Praxis angekommen. Studien zufolge ist der Einsatz von Teplizumab sinnvoll. Warum ist das so?
Bei postmenopausalen Brustkrebspatientinnen ist ein hoher genetischer Risikoscore für Adipositas mit einer erhöhten Gesamtmortalität assoziiert. Die gute Nachricht: Regelmäßige Spaziergänge können dieses Risiko abmildern.
„Gesundheit gestalten – gemeinsam gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen“ – unter diesem Motto steht der derzeit laufende 60. DEGAM-Kongress. Wir berichten ausführlich über die Veranstaltungen. Zur Übersichtsseite.