Der Bundesrechnungshof spricht von „Systemversagen“: Viel zu lange habe sich das Gesundheitsministerium davor gedrückt, leistungsfähigere Rahmenbedingungen für die ambulante Drogenesatzversorgung einzurichten.
Die Dealmaker der Koalition legen letzte Hand an das Beitragssatzstabilisierungsgesetz für die gesetzliche Krankenversicherung. Die Kompromisse lösen Kopfschütteln im gesundheitspolitischen Berlin aus.
Was darf eine Vertragsärztin neben ihrer vollen Zulassung für Nebentätigkeiten ausüben – und in welchem Umfang? Anwältin Katharina Vogtmeier erklärt im „ÄrzteTag“-Podcast, was erlaubt ist und was nicht.
Wegen fehlender Dokumentation muss ein Teststellenbetreiber mehr als eine halbe Million Euro an die KVWL zurückzahlen. Unerheblich sei dabei, dass die Dokumentation ohne eigenes Verschulden fehlt.
Ein Frankfurter Apotheker muss Schmerzensgeld in Höhe von 8.000 Euro zahlen, weil er verschreibungspflichtige Schmerz- , Schlaf- und Beruhigungsmittel ohne Rezept rausgegeben hat.
Nur gegenüber der Migräneprophylaxe mit Flunarizin und Topiramat will das IQWiG in seinem Abschlussbericht zur Methodenbewertung noch einen Vorteil der manuellen Akupunktur erkennen.
In der Koalition versuchen Brückenbauer in letzter Minute noch Einigkeit über Nina Warkens Sparpaket zu erzielen. Die Grünen indes wollen aus Oppositionssicht zeigen, wie sogar sinkende GKV-Beiträge erreichbar wären.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen vergibt erneut seinen Medienpreis. Gesucht werden journalistische Beiträge, die Zuversicht vermitteln und zeigen, wie Kitas und Schulen Kindergesundheit wirksam fördern.
In Deutschland sind 9,4 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Viele von ihnen berichteten von Versorgungsbrüchen, kritisiert die Diabetes Gesellschaft. Ein digitales DMP könne Abhilfe schaffen – sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien.
Das Geburtendefizit erreicht mit rund 352.000 weniger Geburten als Sterbefällen neuen Höchststand. Der Geburtenrückgang ist im Osten weiterhin stärker als im Westen.
Im letzten Jahr gab es rund 106.000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschlan, das sind - 0,7 % zum Vorjahr. Der medikamentöse Abbruch ist die häufigste Methode.
Vor der Aufteilung des Anlagevermögens auf verschiedene Anlageklassen steht die Ermittlung des eigenen Risikoprofils. Wer es kennt, erfüllt die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage.
Hausärztlicher Vollversorger, und doch bekommt die Praxis bei der Abrechnung Abzüge bei der Vorhaltepauschale reingedrückt? Es könnte an einem hohen Anteil von HZV-Patienten liegen.
Deutschlands Hausärzte sehen sich in Teilen auf einer Linie mit den Zielen des geplanten Digitalgesetzes. Ein Ersatz für den Arzt-Patienten-Kontakt könne Digitalisierung aber nicht sein.
Im „SaN“-Projekt wird die Dringlichkeit der Hilfesuchenden qualifiziert ersteingeschätzt und Patienten so in die nötige Versorgungsebene gesteuert. In den drei hessischen Testlandkreisen beginnt nun die Produktivphase.
Auch für 2025 erhalten die gut 111.500 Mitglieder der Deutschen Apotheker- und Ärztebank wieder sechs Prozent Dividende. Vor allem bei angestellten Heilberuflern will die Bank künftig wachsen.
In nicht gesperrten Bezirken greifen Ärztinnen und Ärzte lieber zu einem freien Sitz, als eine Praxis zu kaufen. Doch lohnt sich dies überhaupt? Praxisabgeber müssen ihre Trümpfe gut präsentieren.
Steigende Beitragssätze, aufwachsende Eigenanteile, strukturelle Defizite: Die Pflegeversicherung steckt in der Krise. Zu viel Zeit dürfe die Koalition nicht mehr verstreichen lassen, um eine große Reform aufzusetzen, warnen Kassenvorstände.
Wenn das Bundeskabinett in dieser Woche Nina Warkens Spargesetz durchwinkt, beginnt eine Bewährungsprobe für Gesundheitspolitiker von Union und SPD. Haben sie über das Sammelsurium von Sparvorschlägen hinaus eigene Gestaltungsideen für die Zukunft der GKV?
Ignorieren Ärtzinnen und Ärzte eine Aufforderung der KV zum Nachweis einer Arzthaftpflicht-Police, führt dies nicht zum Ruhen der Zulassung. Das hat ein Sozialgericht entschieden.
Bestehende HZV-Strukturen sollten konsequent genutzt und ausgebaut werden, fordert der Hausärztinnen- und Hausärzteverband, statt ihr Wachstum durch regulatorische oder finanzielle Hürden zu bremsen.
In einem offenen Brief werben Mediziner, Verbraucherschützer und Gesundheitsberufe für die Einführung einer Sonderabgabe auf sehr süße Limonaden. Der Bundesfinanzminister sei jetzt am Zug.
Bei der Behandlung des systemischen Lupus erythematodes können sich Rheumatologinnen und Rheumatologen jetzt auf eine interdisziplinäre deutsche S3-Leitlinie stützen. Die federführende Autorin Dr. Johanna Mucke fasst die wichtigsten Inhalte zusammen.
Sehnenansatzschmerzen sind oft unspezifisch und Folge mechanischer Reizung. Es gibt sie aber auch bei immunvermittelten Entzündungen. Bei Psoriasis sind sie wohl auch Ausdruck eines bestimmten Phänomens.
Die gesetzlich festgelegten Mindestfallzahlen für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Rektumkarzinomen sind zu niedrig. Wie lässt sich die Expertise steigern?
Was tun bei hoher Belastung im Praxisalltag? Schon kleine Interventionen helfen, aus dem Reiz-Reaktionsmodus auszubrechen und Handlungsfreiheit zurückzugewinnen. Psychologin und Psychotherapeutin Jessica Ruck hat vier Übungen für Sie parat.
Haben Menschen mit einer chronischen Niereninsuffizienz nachts systolische Blutdruckwerte über 110 mmHg, scheint dies die Nierenfunktion weiter zu verschlechtern. Ab 65 Jahren ist es nach Daten aus China aber genau umgekehrt.
Eine 2025 veröffentlichte Praxisleitlinie zu wirbelsäulennahen Injektionen hat für Verunsicherung gesorgt. Wertvolle Orientierungshilfe zu epiduralen Injektionen bietet eine neue S3-Leitlinie. Eine Schmerztherapeutin stellt die wichtigsten Empfehlungen vor.
Bei Männern mit multiplem Myelom ist die Tumorlast zum Zeitpunkt der Krebs-Diagnose im Schnitt höher als bei Frauen. In einer Studie wurde nach Erklärungen gesucht.
Zwei große Outcome-Studien erfordern eine Neubewertung von Digitalisglykosiden und von Vericiguat in der Therapie der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion. Ein Überblick zu den wichtigsten Ergebnissen.
Erhöhte kardiale Troponine gelten als Schlüsselmarker des Myokardinfarkts. In seltenen Fällen beruhen stark erhöhte Werte jedoch nicht auf einer Myokardschädigung. Ein Überblick, was dann die Ursache sein kann.
Körperliche Aktivität kann Krebspatienten zu einem längeren Überleben verhelfen – das ist für einige häufige Tumorarten belegt. Gilt das auch für Blasenkrebs, Nierenkrebs, Lungenkrebs, Endometriumkarzinome, Ovarialkarzinome, Rektumkrebs und Krebs der Mundhöhle? Ein US-Team hat das untersucht.
Eine adjuvante Therapie mit drei statt sechs Monaten CAPOX oder FOLFOX führt bei Kolorektalkarzinomen einer Studie zufolge zu keinen Überlebensnachteilen – und bietet weitere Vorteile.
Wie gebrechlich ein Mensch ist, entscheidet offenbar wesentlich darüber, ob und wie gut er eine Herzoperation übersteht. Einen guten Hinweis zur Abschätzung des Komplikationsrisikos kann offenbar die Clinical Frailty Scale geben.
Die TU München hat drei verschiedene kommerzielle KI-Tools zur Frakturdetektion geprüft. Ergebnis: Auch wenn die Werkzeuge individuelle Stärken und Schwächen haben, geht es noch nicht ganz ohne menschliche Aufsicht.
Zur dauerhaften Wiederherstellung des Sinusrhythmus reicht es nicht, Patienten und Patientinnen mit Vorhofflimmern einer Katheterablation zu unterziehen – auch die einschlägigen Risikofaktoren müssen konsequent angegangen werden.