Eine Schönheitsoperation ist medizinisch nicht nötig. Wer deswegen krank wird, hat nach Auffassung des Koblenzer Arbeitsgerichts seine Arbeitsunfähigkeit „schuldhaft selbst herbeigeführt“.
Die Rahmenvereinbarung zwischen Apothekerschaft und Kassen zur assistierten Telemedizin steht. Praxen, die Videosprechstunden anbieten, sollten dies jetzt auch bei den Apotheken in ihrer Nachbarschaft offensiv kommunizieren.
Die Länderkammer nimmt zur geplanten Stärkung von Medizinregistern Stellung. Eigene Initiativen lancieren Länder zur Primärversorgung und zur Entbürokratisierung in den Gesundheitshandwerken.
Landesärztekammer und KV in Sachsen-Anhalt warnen davor, den Zuzug ausländischer Mediziner zu begrenzen. Ohne Fachkräfte aus dem Ausland lasse sich die Versorgung nicht gewährleisten.
Rausgeschmissenes Geld oder sinnvoller Anreiz zur vertragsärztlichen Ressourcenallokation? Die TSVG-Zuschläge stehen auf der Kippe – das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung munitioniert ihre Fürsprecher.
Sind niedergelassene Ärztinnen im Vergleich zu angestellten im Mutterschutz benachteiligt? Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert Hausärztin Dr. Nadja Jesswein Gestaltungsmöglichkeiten für Schwangere und junge Mütter – und wo die größten Probleme liegen.
Aus Protest gegen Warkens Sparpläne hat Hausarzt Kevin Ortlieb seine Praxis zur Abgabe ausschreiben lassen. Er hofft auf Nachahmer und Korrekturen am Gesetzentwurf. Sonst werde die Primärversorgung nicht gestärkt, sondern zum Einsturz gebracht.
Ein Krankenpfleger vergewaltigte und filmte Koma-Patienten. Die Videos schickte er anschließend einer Bekannten. Jetzt muss er für zwölf Jahre ins Gefängnis.
Über gefälschte E-Mail-Adressen haben sich Unbekannte Zugang zu den Patientendaten einer Arztpraxis in Rheinland-Pfalz verschafft. Inzwischen hat die Praxis reagiert. Was die KV ihren Mitgliedern empfiehlt.
Schaden aluminiumadjuvantierte Impfstoffe langfristig der Gesundheit? Kanadische Forscher geben Entwarnung: Ihr systematisches Review lieferte keine Evidenz für einen ursächlichen Zusammenhang.
Welche Erfahrungen machen schwerkranke Menschen in Haft? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Projekt des Instituts für Allgemeinmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover.
Ein Fragebogen in vereinfachter Sprache soll es Patienten in Baden-Württemberg ermöglichen, Informationen zu Beschwerden und Vorerkrankungen unkompliziert ihren behandelnden Ärzten zu melden.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigt im Interview mit der Ärzte Zeitung die Sparpläne bei Praxis-Ärzten: Extra-Vergütungen seien ohne Wirkung geblieben und „schlichtweg nicht mehr finanzierbar“.
Bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss werden vielstimmige Erwartungen laut, wie ein Primärversorgungsmodell ausgestaltet sein soll. Ein Streitpunkt: Wieviel digitale Navigation soll es für Patienten geben?
Ärzte in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung rechnen die Kosten für den Radionuklid-Tracer jetzt direkt mit den Krankenkassen ab und nicht mehr über eine Sachkostenpauschale.
Im vergangen Jahr befanden sich in Hessen rund 7.000 Ärzte in Weiterbildung, über 300 mehr als im Jahr zuvor. Einen besonders rasanten Anstieg gab es bei Nicht-EU-Bürgern.
In fünf von sechs AMNOG-Bewertungsverfahren hat der Gemeinsame Bundesausschuss in seiner Plenumssitzung am Donnerstag entweder einen geringen oder einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen festgestellt.
Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, die nicht nur medizinisch gedacht werden darf, sondern dessen Umgang auch in den Alltag integrierbar sein muss. Was das mit dem Konzept „Typ F“ zu tun hat, erläutert die DDG-Präsidentin Professorin Julia Szendrödi.
Sie hat ein umstrittenes GKV-Sparpaket vorgelegt und bleibt dennoch gelassen. Gesundheitsministerin Nina Warken sagt, warum auch Ärzte einen Beitrag leisten müssen, was Praxen entlasten soll – und wie ihre Botschaft zur GOÄ kurz vor dem Ärztetag lautet.
Das Ultraschall-Screening auf Bauchaortenaneurysma oder die Hepatitis-Untersuchung sind Beispiele für EBM-Positionen, die nur einmal im Patientenleben ansatzfähig sind. Ob das schon geschehen ist, können Leistungserbringer bislang nicht immer zweifelsfrei nachvollziehen.
Nationale und internationale Leitlinien empfehlen SGLT2-Inhibitoren bei chronischer Nierenkrankheit, um die Nierenfunktion zu schützen. Sie stützen sich dabei in erster Linie auf die Ergebnisse der großen Endpunktstudien EMPA-KIDNEY und DAPA-CKD.
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Eine Allgemeinmedizinerin aus Schleswig-Holstein hatte wiederholt Abrechnungsgrundsätze nicht eingehalten. Die KV entzog ihr die Zulassung - zu Recht, wie das Sozialgericht nun entschied.
KV und Landkreis unterstützten ihn organisatorisch und finanziell: Der Rheumatologe Dr. Alexander Lautwein hat sich zum 1. März an der Mosel niedergelassen. Langfristig plant er den Aufbau eines MVZ.
Im Jahr 2024 waren in Deutschland 45 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer im Alter von 50 bis 59 Jahren von mindestens zwei chronischen Erkrankungen betroffen. Die Gruppe mit hoher Krankheitslast ist besonders stark gestiegen.
Das eigene Wohnumfeld soll sich möglichst positiv auf die Gesundheit auswirken, so der Wunsch vieler Deutscher. Die meisten wären laut einer PwC-Studie auch bereit, dafür bis zu
Welche Folgen haben die GKV-Sparpläne für die HNO-Ärzte? Der Berufsverband hat sich bei seinen Mitgliedern umgehört: 80 Prozent planen, Sprechzeiten zu reduzieren, jeder zweite will Personal abbauen.
Seit Jahren ringt der Gesetzgeber über den richtigen Weg, um mehr Organspenden zu generieren. Jetzt nehmen Befürworter und Gegner im Parlament einen neuen Anlauf und legen konkurrierende Anträge vor.
Nina Warkens Sparpläne sorgen für Furore. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor gefährlichen Einschnitten in der Versorgung. Auch Krankenhausträger machen alarmierende Rechnungen auf. Der AOK- Bundesverband benennt das Ambulantisierungspotenzial.
Beim 20. Gesundheitskongress des Westens werden die aktuellen Reformvorhaben im Gesundheitswesen intensiv diskutiert – und von der Politik ein klares Leitbild und Strukturmaßnahmen erwartet.
42 Prozent der Medizinstudierenden erleben sexuelle Belästigung, offenbart eine Umfrage. Vor allem im Praktischen Jahr ist die Gefahr, verbale oder nonverbale Übergriffe zu erleben, offenbar groß. In Klinik und Praxis benehmen sich vor allem Patienten daneben.
Spektakuläre Verfehlungen hat die Bundesdatenschutzbeauftragte aus der Gesundheitswirtschaft aktuell nicht zu berichten. Hier gilt es vielmehr, dicke Bretter in Sachen ePA-Zuschnitt zu bohren.
Doctolib kauft das britische Softwareunternehmen Medicus. Das soll der Startschuss für Millionen-Investition in das Primärversorgungssystem auf der Insel sein.
Von wegen reformscheu: Das Gros der Deutschen wünscht sich grundlegende Veränderungen – auch im Gesundheitsbereich, so eine neue Studie. Vor allem die geplante Primärversorgung erhält viel Zuspruch.
Erschwerte Darmentleerung nach Opioid-Einnahme ist häufig – doch wird sie selten angesprochen. Mit dem Ampeltest der Deutschen Schmerzliga können Schmerzpatienten ihr Obstipationsrisiko bewerten. Die Organisation hofft so auf mehr Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten.
Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz rührt an den Grundfesten der Nutzenbewertung, fürchtet der vfa. Die Kritik entzündet sich an Rabattverträgen für vergleichbare patentgeschützte Arzneimittel.
Bei psychotherapeutischen Leistungen, die genehmigungspflichtig sind, ist es nicht möglich, dass Vertreter einspringen. Das hat das Hessische Landessozialgericht entschieden.
Bei der Hotline Impfen werden Ihre Impf-Fragen aus der Praxis evidenzbasiert und fachkundig beantwortet. Diesmal geht es um die Frage, ob sich nach einer Impfung gegen Varizellen mit einem Lebendimpfstoff später ein Herpes zoster entwickeln kann.
Gut 365 Tage ist Bundesgesundheitsministerin Nina Warken im Amt. Welche Themen hat die CDU-Politikerin angepackt, welche sind bisher liegengeblieben? Wie sieht die Zwischenbilanz ihrer Reformen aus? Das hat sie aufgetischt.
Binnen weniger als zehn Jahren hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen fast verdoppelt. Hauptursache laut einem IGES-Gutachten: Politisch gewünschte, großzügige Schwellenwerte bei der Zuerkennung von Pflegegraden.
Echte Konkurrenz stellt das Impfgeschehen in den Apotheken für hausärztliche Praxen noch immer nicht dar – und damit auch keine spürbare Entlastung. Unterdessen ist der Fonds für pharmazeutische Dienstleistungen nach Schätzung der AOK bereits auf über 600 Millionen Euro angewachsen.
Nach einem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff laufen die Ermittlungen. Drei Menschen sind gestorben. Die WHO vermutet inzwischen, dass die Übertragung wohl von Mensch zu Mensch stattgefunden habe.
Bei einer Leserumfrage der Ärzte Zeitung zum Einsatz von Physician Assistant kann sich ein Drittel der Teilnehmer vorstellen, eine PA zu beschäftigen. Acht Prozent tun dies bereits.
Dr. Annette Luther und Dr. Sophie Scherer haben den Schritt gewagt und sich mit einer Einzelpraxis selbstständig gemacht. Im „ÄrzteTag“-Podcast erzählen die beiden Hausärztinnen, wie sie sich vorbereitet haben, ob ihre Businesspläne funktionierten und welche Sorgen sie umtrieben.
Mehr als die Hälfte der Jugendlichen rechnet mit negativen Folgen des Klimawandels auf die eigene Gesundheit. Ein Drittel hat sogar große Angst. Das zeigt die aktuelle BARMER-Jugendstudie.
Ein Allgemeinarzt muss 15.000 Regress zahlen, weil er parenterale Ernährung in Neunkammerbeuteln verordnete. Das war unwirtschaftlich, urteilte das Gericht – und verwies auf eine Alternative.
Der Bundesgerichtshof befasst sich am Donnerstag mit der Frage, ob eine blinde Patientin von einer Rehaklinik aufgrund ihrer Behinderung abgelehnt wurde. Verbände hoffen auf ein Urteil mit Signalwirkung.
Auch wenn der Alkoholkonsum bei jungen Menschen insgesant zurückgegangen ist, zeigt sich bei zwölf Prozent der 12- bis 17-Jährigen ein problematisches Trinkverhalten.
Mitte Mai wird das Neugeborenenscreening in Deutschland um vier Tests erweitert. Ein Blick nach Österreich und in die Schweiz rentiert sich, um abzuschätzen, was dies bedeutet: Die beiden Länder verfolgen teils unterschiedliche Strategien.
In Thüringen sind rund um die Uhr zwei Telenotärzte im Einsatz. Diese können von Rettungskräften digital zugeschaltet werden. Damit schließt sich die digitale Rettungskette.
Eine neue Studie zeigt: Schildern Menschen ihre Krankheitssymptome einer KI statt ärztlichem Fachpersonal, sinkt die Qualität ihrer Angaben. Dies gefährdet die Genauigkeit digitaler Diagnosen.
Die Debatte um Nina Warkens GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zeigt wie unter einem Brennglas die Widersprüche der Regierungskoalition auf. Das verheißt nichts Gutes – etwa für das geplante Primärversorgungssystem.
Patienten in Thüringen haben im vergangenen Jahr nur 50.000 Termine über die Terminservicestellen abgerufen – obwohl 74.000 zur Verfügung standen. Sogar bei besonders stark nachgefragten Fachgruppen.
Jede dritte Geburt im Krankenhaus ist ein Kaiserschnitt. So hoch war der Anteil noch nie seit der Wiedervereinigung. Aber die regionalen Unterschiede sind groß.
Patientinnen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, die im Zustand der Remission schwanger werden, haben während der Schwangerschaft möglicherweise ein niedrigeres Rezidivrisiko als bisher gedacht. Darauf weisen neue Daten aus der spanischen DUMBO-Kohorte hin.
Immuntherapien haben die Behandlung des Endometriumkarzinoms (EC) maßgeblich verändert. Auch Patientinnen mit EC mit Mismatch-Reparatur-Profizienz (MMRp) können langfristig von einer Therapie mit Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel profitieren.
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Einmal verordnet, verschwindet ein Säureblocker meist nicht mehr so schnell aus dem Medikamentenplan. Wann PPI abgesetzt werden können und wie Ärztinnen und Ärzte dabei am besten vorgehen.
Niedriges LDL-Cholesterin, weniger kardiovaskuläre Ereignisse – dieser Zusammenhang ist bekannt. Wann LDL-Cholesterin wie tief gesenkt werden soll, dazu gibt es aber unterschiedliche Ansätze.
Ein Kind wird mit erhöhter Temperatur und Herzfrequenz in die Notaufnahme gebracht. Alles deutet auf eine Anaphylaxie hin. Doch die Therapie schlägt nicht an. Was steckt stattdessen dahinter?
„Eine Behandlung ist mehr, als nur eine Pille zu geben“, betont Psychologe Winfried Rief und spielt auf den Placebo-Effekt an. Er gibt Tipps für die richtigen Worte zur Tablette – und bringt auf den Punkt, welche zwei Eigenschaften für alle Ärztinnen und Ärzte von Vorteil sind.
Die Otitis media ist eine multifaktoriell bedingte Erkrankung. Hinweise aus einer US-amerikanischen Studie legen nun nahe, dass auch eine Milcheiweißallergie bei Kindern ein Faktor sein könnte.
Muss man zur Beurteilung einer Lieschgrasallergie immer zum Feldversuch nach draußen gehen? Ein Team aus Breslau untersuchte diese Fragestellung und fand heraus: Die Allergenprovokationskammer funktionert vergleichbar gut.
Ernährungsinterventionen können bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen erheblich zur Krankheitskontrolle beitragen. Neuere Studienergebnisse sprechen dabei für ein personalisiertes Vorgehen, das sich unter anderem am Krankheitsstadium und den Präferenzen der Betroffenen orientiert.
Die aktualisierte S2k-Leitlinie zur Provokationstestung bei allergischen oberen Atemwegserkrankungen steht kurz vor der Verabschiedung. Hinzugekommen ist nun auch die konjunktivale Provokation.
In einer randomisierten, prospektiven Open-Label-Studie wurde das Blutungsrisiko bei Patientinnen und Patienten mit akuter venöser Thromboembolie unter Apixaban und Rivaroxaban direkt verglichen – das Ergebnis fällt klar aus.
Atmen, Abklopfen, achtsam sein – was bringt all das bei chronischen Schmerzen? Und welche weiteren Ansätze aus der Psychologie können Ärztinnen und Ärzte ihren Schmerzpatienten mitgeben?
Die Untersuchung auf Virushepatitis wird zunehmend in Anspruch genommen. Es gibt aber sowohl beim Screening als auch bei der Diagnostik noch Nachholbedarf. Ein Überblick über die aktuelle Versorgungssituation.
Der 130. Deutsche Ärztetag erörtert in Hannover an vier Tagen berufspolitische Fragen und nimmt den Wandel in der Suchtmedizin und die ärztliche Weiterbildung in den Blick. Zu unserer Themenseite.