Seit 2015 ist die Zahl der Patienten im Bereitschaftsdienst um rund neun Prozent gesunken, Notaufnahmen verzeichnen mehr Fälle. Regional sind die Trends sehr unterschiedlich. Ein Grund könnten Lücken in der Statistik sein.
Wo Vertragsärztinnen und -ärzte Patienten gegenüber die Hand aufhalten, sind KVen, Kammern und Krankenkassen, gefordert, genauer hinzuschauen, ob zu Recht oder Unrecht.
Übergewicht und Adipositas tragen möglicherweise zu deutlich mehr Krebserkrankungen bei als bislang angenommen. Wie DKFZ-Forschende zu diesem Ergebnis kommen konnten.
In einer erneuten Nutzenbewertung hat der G-BA Mirvetuximab-Soravtansin für die Behandlung bestimmter Ovarial-, Tuben- und Peritonealkarzinomen einen beträchtlichen Zusatznutzen zugesprochen.
Es war reine Formsache: Der Gemeinsame Bundesausschuss hat dem Reserveantibiotikum Eravacyclin im neuen Anwendungsgebiet einen Zusatznutzen bescheinigt.
Praxen machen sich nicht mehr strafbar, wenn sie Rezepte für Pflegeheimbewohner direkt an die heimversorgende Apotheke senden. Zwei Voraussetzungen müssen aber beachtet werden.
Die gezielte Beeinflussung der Tau-Pathologie allein reicht offenbar nicht aus, um den Verlauf einer frühen Alzheimer-Krankheit zu verlangsamen. Warum diese Studienergebnisse nicht das Ende der Tau-Forschung bedeuten.
In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt können sich gynäkologische Fachpraxen für das Studienprojekt „ENDO-EVE“ einschreiben. Im Rekrutierungsfokus stehen Versicherte der AOK, TK sowie diverser Betriebskrankenkassen.
Das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz muss nach Überzeugung der wissenschaftlichen Leiterinnen und Leiter des Hauptstadtkongresses auch die Cybersicherheit stärken. Ohne mehr Geld funktioniere das nicht.
Mehr als 60 Tage pro Jahr Jahr ist eine Arztpraxis allein mit Bürokratie beschäftigt, rechnet KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner vor. Im Interview erklärt sie, was die größten Bürokratiemonster sind und warum die Politik mehr dagegen tun muss.
Zum Start des politischen Berlins in die Sommerpause stellt sich der Kanzler traditionell den Fragen der Bundespressekonferenz. Erwartungsgemäß verkauft er die Gesundheitsreform als Erfolg der Koalition – und gibt sich sogar selbstkritisch.
Ob eine Hautstraffung medizinisch notwendig ist, hängt laut Gericht nicht von der Ansicht der Versicherten oder des behandelnden Arztes ab, sondern von objektiven medizinischen Befunden.
Inwiefern der Grad der sozioökonomischen Deprivation mit der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Kindern zusammenhängt, hat das Robert Koch-Institut untersucht. Ein Überblick über die Ergebnisse.
Das Bundeskabinett gibt grünes Licht für das Digitalgesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken. AOK, TK & Co. loben die Pläne. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband spricht vom „nächsten Schritt in die Kassenmedizin“.
Einen starken Anstieg bei den verabreichten Schutzimpfungen nutzt das Zentralinstitut der Vertragsärzte zu erneuter Kritik an erweiterten Impfbefugnissen für Apotheker.
Ab dem 15. Juli erhalten Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein 10,27 Euro für die MenACWY-Impfung. Die Verordnung des Impfstoffs erfolgt über Sprechstundenbedarf.
In einem Rote-Hand-Brief zu Mykronor 5 Mikrogramm/ml Injektions-/Infusionslösung informiert die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zusammen mit dem Hersteller über das Risiko von Medikationsfehlern.
Der Bayerische Facharztverband und die Innovationskasse präsentieren mit „Facharzt privat“ ein neues Modell: Schnelle Termine für Patienten, Abrechnung nach GOÄ für die Ärzte ohne Budgetierung.
Rund 1.700 Ärztinnen und Ärzte aus Baden-Württemberg wurden zu ihren Gewalterfahrungen befragt: Verbale Gewalt ist an der Tagesordnung, körperliche Übergriffe von Patienten hat jeder Dritte bereits erlebt.
Die Diagnose eines erkrankten Kollegen in einer Klinik-internen Chatgruppe zu verbreiten ist nicht rechtens, urteilt ein Arbeitsgericht. Und schon gar nicht mit der Unterstellung, er simuliere nur.
Die Zahl der Infektionsfälle mit dem Bundibugyo-Ebolavirus in Zentralafrika steigt weiter. Eine erste Phase-I-Studie mit einem Impfstoffkandidaten ist jetzt angelaufen.
Im Juli 2021 zerstörte das Hochwasser Kliniken und Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die meisten Ärztinnen und Ärzte praktizieren weiter – Unterstützung gab es auch von Hilfsorganisationen.
MS-Therapieziele neu gedacht: Wie können langfristige Stabilität, Lebensqualität, der Erhalt kognitiver Fähigkeiten und individuelle Anforderungen in Einklang gebracht werden?
Der TI-Atlas der gematik zeigt, dass die elektronische Patientenakte (ePA) die medizinische Versorgung stärkt. Ein wichtiger nächster Schritt ist der elektronische Medikationsplan.
Nur wenige Tage nach der Verabschiedung des GKV-Sparpakets beginnt die SPD-Fraktion mit Reparaturarbeiten. 100 Millionen Euro soll das Paket zur Stützung der ambulanten Psychotherapie umfassen. Woher die Mittel kommen sollen, ist unklar.
In unternehmerische Verantwortung kann man auch hineinwachsen – etwa über Beteiligungsmodelle an Praxen oder MVZ. Wie dabei vorzugehen ist und was es bringt, erläutert Rechtsanwalt Dr. Lars Lindenau im „ÄrzteTag“-Podcast.
Versichertenansprache nach individueller Risikolage: Seit zwei Jahren können die Krankenkassen anhand ihrer Kundendaten gezielter Einfluss auf Vorsorge und Früherkennung nehmen.
Der Verband der Ersatzkrankenkassen fordert eine Begrenzung des Anstiegs der Pflegekosten. Seinen Berechnungen zufolge muss ein Heimbewohner inzwischen im Schnitt 3.364 Euro monatlich aus eigener Tasche zuschießen.
Die Anwendung des Chikungunya-Impfstoffs Ixchiq® wird auf Personen mit hohem Risiko für eine Chikungunya-Infektion eingeschränkt. Ein "
Rote-Hand-Brief informiert über die Gründe.
Sensible, digital erfasste Patientendaten stehen bei Cyberkriminellen hoch im Kurs. Wer denkt: Unsere Praxis ist zu klein, um Ziel von Hackern zu werden, der irrt sich, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Der Druck der Fraktionen war groß: Union und SPD wollten das GKV-Sparpaket noch vor der Sommerpause über die Bühne bringen. Doch vier Parlamentarier sagten Nein, weitere vier enthielten sich. Welche Gründe haben sie angegeben?
Eine aktuelle Publikation beleuchtet Immunzellveränderungen im Liquor als Hinweis auf kompartimentalisierte intrathekale Entzündungsprozesse. Was dies für die MS-Therapie bedeuten könnte.
Mark Weinhonig hat als einziger Hausarzt in Schleswig-Holstein eine Physician Assistant angestellt. Diese sorgt in der Praxis für Entlastung – auch wenn ihre Anstellung finanziell ein Nullsummenspiel sei.
Fünf Prozent der Deutschen haben wegen Hitzebeschwerden schon mal einen Arzt aufgesucht, so das Ergebnis einer Umfrage von DAK Gesundheit. Das könnten in Zukunft mehr werden.
Die meisten schweren Behinderungen entstehen durch Krankheit. Welche Altersgruppen besonders betroffen sind, zeigt eine Erhebung des Statistischen Bundesamts.
Analgetika werden bei älteren Patienten mitunter anders verstoffwechselt. Zudem kann eine Multimedikation zu mehr Nebenwirkungen führen. Die Leitlinie GeriPAIN gibt Tipps für die Schmerztherapie bei geriatrischen Patienten.
Bei der Hotline Impfen werden Ihre Impf-Fragen aus der Praxis evidenzbasiert und fachkundig beantwortet. Diesmal geht es um die Frage, ob eine HPV-Impfung auch in späteren Jahren noch sinnvoll ist.
Tenosynoviale Riesenzelltumoren führen oft zu Bewegungseinschränkungen und wiederkehrenden Eingriffen. Falls operative Maßnahmen ausgeschöpft oder zu belastend sind, steht nun eine medikamentöse Therapiei zur Verfügung: Vimseltinib, ein Inhibitor des CSF1 (Kolonie-stimulierender Faktor 1)-Rezeptors.
Die Teilnahme an klinischen Studien kann sich für Praxen zu einem zweiten Standbein entwickeln. Grundsätzlich sind industrielle Sponsoren an Probanden und Prüfärzten aller Fachrichtungen interessiert. Mitzubringen sind Datenaffinität, einschlägig geschulte Mitarbeiter und effiziente Betriebsabläufe.
Impfungen, Verhütung, Umgang mit Nahrungsmitteln – auch bei objektiv jungen und gesunden Menschen können die Themen der reisemedizinischen Beratung schier endlos sein. Was brauchen diese Reisenden?
Eine Hidradenitis suppurativa hat für junge Menschen erhebliche soziale und berufliche Konsequenzen: Einer Studie zufolge verzichtet mehr als die Hälfte auf sexuelle Beziehungen, und 13 Prozent brechen die Ausbildung ab.
Unter GLP-1-Rezeptoragonisten kann Alopezie zwei- bis fünffach häufiger auftreten als unter Placebo, hat eine Analyse von 24 Studien ergeben. Je nach Medikament und Dosis kam Haarausfall unterschiedlich oft vor.
Nach Einführung des Hautkrebs-Screenings 2008 ging die Melanom-Mortalität in Deutschland einer Studie zufolge zwar zurück – jedoch nicht stärker als in Ländern ohne Screening. Die Früherkennungsmaßnahme scheint damit nicht den erhofften Erfolg zu bringen.
Frakturen und Stürze gehören zu den gravierendsten Gesundheitsrisiken im höheren Lebensalter. Eine große Metaanalyse bewertet den Nutzen von Kalzium und Vitamin D neu – und stellt gängige Empfehlungen infrage.
Obwohl die seborrhoische Dermatitis relativ häufig vorkommt, existiert kein allgemein akzeptiertes Therapie-Schema. Eine Arbeitsgruppe hat nun Experten befragt, um zu einem Konsens über die Behandlung zu gelangen.
Die Diagnose der interstitiellen Nephritis ist oft eine Herausforderung, da sie sich auf vielfältige Art präsentieren kann. Aber auch die Ursache bleibt manchmal im Dunkeln, wie der Fall eines erkrankten Skiurlaubers zeigt.
In der Anämie-Diagnostik gilt die klassische Frage der Medizin: Handelt es sich um ein Pferd oder ein Zebra, sprich, liegt eine klassische Anämie vor oder steckt eventuell eine maligne hämatologische Grunderkrankung dahinter?
In der Sprechstunde berichten besorgte Eltern über Zähneknirschen bei ihrem Kind: Welche Optionen haben Ärztinnen und Ärzte nun? Bei der Einordnung hilft die aktualisierte S3-Leitlinie Bruxismus.
Etliche Kinder und Jugendliche mit einer Autoimmunerkrankung entwickeln einer Studie zufolge eine oder sogar mehrere weitere Autoimmunerkrankungen. Das könne auch mit Umweltfaktoren zusammenhängen, betont das Forschungsteam.
Smartwatches oder Fitness-Armbänder können durch neue Features womöglich einen bisher unerkannten Bluthochdruck aufdecken. Allerdings sind auch gegenteilige Effekte denkbar – wie ein US-Team am Beispiel der Apple Watch aufzeigt.
Die Ergebnisse einer Befragung von Kindern und Jugendlichen legen nahe, dass nicht nur eine hohe Social-Media-Nutzung das Wohlbefinden trüben kann – unter bestimmten Umständen ging auch eine vollständige Abstinenz mit Nachteilen einher.
Spielt es bei pädiatrischen Foley-Kathetern eine Rolle, mit welcher Flüssigkeit der Ballon befüllt wird? In einer experimentellen Studie wurden Kochsalzlösung und steriles Wasser verglichen. Worin lagen die Unterschiede?