Welchen Stellenwert hat Lipoprotein(a) als Risikomarker für kardiovaskuläre Ereignisse – und sollte der Wert bei fast jedem Menschen bestimmt werden? In dieser Frage scheiden sich auch beim DGIM-Kongress die Geister. Ein Kollege erläutert, wann die Lp(a)-Messung wirklich Sinn ergibt.
Die schriftlichen Urteilsgründe zum Fall des Arztes, der sich eine GOÄ-Ziffer einfach selbst ausgedacht hat, liegen vor. Keine Überraschung: Das Gericht verweist auf die Anforderungen an die Privatrechnung in § 12 GOÄ.
Nina Warken setzt die Empfehlungen ihrer Finanzkommission Gesundheit um und erntet heftige Kritik. Die Pharmaindustrie warnt vor einem Exodus. Und Ärzteverbände weisen auf inhaltliche Widersprüche des geplanten GKV-Spargesetzes hin.
Derzeit ist die Organspende nach irreversiblem Hirnfunktionsausfall die einzige rechtlich zulässige Form. Was wäre, wenn eine Spende auch nach Herz-Kreislaufstillstand möglich wäre? Das verraten Simulationen auf Basis europäischer Daten.
Sachverständige dürfen gerichtlich angeforderte Gutachten nur aus guten Gründen verweigern. Die hat Christian Drosten zwar vorgetragen. DerVirologe muss dem Sozialgericht München trotzdem ein Gutachten zu möglichen Impfschäden bei Impfungen mit Comirnaty liefern.
Geht es um das Thema HPV, sind manche Patienten verunsichert – immerhin könnte eine Infektion zu einer Krebserkrankung führen. Eine HNO-Ärztin berichtet von ihren häufigsten Patientenfragen – und wie sie darauf antwortet.
ÄZ-Korrespondent und Fotograf Till Mayer begleitet seit 2017 die Menschen in der Ukraine. Seine Reportagen und Fotos wurden mehrfach ausgezeichnet. Nun ist sein neues Buch mit berührenden Schicksalsberichten erschienen.
Der Fachdialog im Ministerium läuft, Verbände streiten bereits über die Ausgestaltung der Primärversorgung. Dr. Martin Danner von der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe sagt, was aus Patientensicht wichtig ist und wo die No-Goes liegen.
Die Finanzkommission Gesundheit hat eine lange Liste mit Einsparvorschlägen vorgelegt. Doch finden die Regierungsparteien auch den Mut, den Rotstift an den markierten Stellen anzusetzen?, fragt sich Timea Mihalicz von der bvmd.
Das ging schnell: Anfang der Woche eine Pressekonferenz der Bundesgesundheitministerin zum geplanten GKV-Sparpaket, zwei Tage später ein Referentenwurf. Der hat es in sich – auch aus ärztlicher Sicht.
Ärztinnen und Ärzte sollten spätestens fünf Jahre vor dem geplanten Verkauf oder Teilverkauf ihrer Praxis beginnen, deren Wert zu steigern. Welche Maßnahmen sinnvoll sind und wo man aufpassen sollte.
Nachdem jetzt schon der zweite Amyloid-Antikörper beim Gemeinsamen Bundesausschuss durchgefallen ist, gibt ein aktuelles Cochrane-Review den Substanzen ebenfalls keine gute Note.
Wie barrierefrei ist meine Praxis? Informationen dazu können Ärztinnen und Ärzte über eine Webanwendung der KBV öffentlich machen. Der Zugang erfolgt über die KV-Webseiten.
Dass die Bearbeitungszeit in einer KV mal länger dauern kann, sollten Praxen auf dem Schirm haben. Wer die Leistungsabrechnung eines Sicherstellungsassistenten sicherstellen will, muss mit dem Antrag frühzeitig zur Stelle sein.
Kein Zusatznutzen, so lautet auch beim Alzheimer-Wirkstoff Donanemab das Urteil des Gemeinsamen Bundesausschusses – ganz ähnlich wie vor kurzem bei Lecanemab. Doch ganz zu ist die Tür nicht.
Das DMP Osteoporose ist vom Gemeinsamen Bundesausschuss überarbeitet worden. Neu: Männer ab 50 können teilnehmen, es gibt weitere Therapieempfehlungen und die Liste der koordinierenden Ärzte wurde verlängert.
Die Vorbereitungen im Gemeinsamen Bundesausschuss laufen, die Altersgrenze für das Mammografie-Screening abzusenken. Ab Herbst wird es aller Voraussicht nach auch für Frauen zwischen 45 und 49 Jahren zur Kassenleistung.
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank hat das Geschäftsjahr gut abgeschlossen. Der leicht gestiegene Jahresüberschuss dürfte erneut eine Dividende von sechs Prozent ermöglichen.
Zulassungsvoraussetzung für einen Behandlungsraum sind mindestens 20 Quadratmeter Fläche. Eine Praxis mit zwei Räumen mit 17 und 18 Quadratmeter lehnte die Zulassungsstelle ab. Zu Recht, wie ein Gericht entschied.
Das GKV-Sparpaket werde in den Bundesländern jetzt intensiv geprüft, kündigt der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz an. Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi will aber eine sachliche Debatte führen.
Die gematik zieht eine erste positive Bilanz nach einem Jahr „ePA für alle“. Wöchentlich werden mehr als 21 Millionen Abrufe von Medikationslisten verzeichnet.
Bundesweit protestieren Psychotherapeuten gegen Vergütungskürzungen. Ihre Botschaft: Der Effekt der Sparmaßnahme für das Gesamtsystem sei marginal. Für viele Praxen hingegen bedeute sie eine spürbare wirtschaftliche Belastung.
Prof. Roland Koch hat die neu eingerichtete Professur für Allgemeinmedizin am Campus Fulda der Marburger Philipps-Universität übernommen. Ziel der neuen Professur sei die intensive Vernetzung zwischen Klinikum, ambulanten Praxen und häuslicher Versorgung.
In einem Arzthaftungsprozess muss ein Gutachter sein unfertiges Gutachten herausgeben, selbst wenn er noch nicht seinen gesamten Auslagenvorschuss erhalten hat. Denn die Patientin hat aus datenschutzrechtlichen Gründen einen Anspruch auf Auskunft.
Folgen Patienten einem Arzt in eine andere Praxis, braucht er Zugriff auf deren Akten. Wie das korrekt funktionieren kann, zeigt Hessens Datenschützer. Und er warnt vor unbefugtem Streaming aus Praxen.
Aktuelle Daten zeigen, wie wichtig es ist, bei Menschen mit schwerem Asthma auch sogenannte Typ-2-Komorbiditäten, etwa Nasenpolypen, eosinophile Granulomatose oder eosinophile Ösophagitis, mitzubehandeln.
Aktuell können Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren am Mammographie-Screening teilnehmen. Der G-BA könnte nun die entscheidende Weiche für eine Absenkung der Altersgrenze stellen.
Der Bayerischer Hausärzteverband lehnt das Vorhalten eines 24/7-Fahrdienstes rundheraus ab. Das verbrenne Ressourcen, kritisiert Verbandschef Dr. Wolfgang Ritter.
Beim Hausärztetag in Regensburg werden Ergebnisse der Pilotphase des Teampraxis-Modells „HAPPI“ vorgestellt. Zumindest mit der AOK Bayern konnte der BHÄV inzwischen neue Leistungen vereinbaren.
Gesundheitsministerin Nina Warken will ein Großteil der von der Finanzkommission vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen und im nächsten Jahr 20 Milliarden Euro einsparen. Von Ärzten und Kliniken über Pharma bis hin zu Patienten und Arbeitgebern sind alle Bereiche betroffen.
Das Saarland stemmt sich mit Anpassungen bei der Studienplatzvergabe gegen den Hausärztemangel im ländlichen Raum. Längerfristig sollen aber auch andere Engpass-Fachrichtungen von reservierten Uniplätzen profitieren.
Die Indikationsimpfung gegen Pneumokokken-Infektionen ist jetzt auch in der Kassenversorgung vereinfacht: Altersübergreifend wird Risikogruppen einmalig der 20-valente Konjugatimpfstoff empfohlen.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will den niedergelassenen Ärzten eine uralte Forderung erfüllen. Doch die kritisieren die geplante Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung. Warum das?
Welche Optionen stehen für die Langzeitprophylaxe rezidivierender Harnwegsinfektionen bei multimorbiden, geriatrischen Patienten zur Verfügung? Eine Antwort bieten Real-World-Daten aus Deutschland.
In ca. 3% der unselektionierten Urine bei HWI-Verdacht finden sich Sprosspilze. Zur Therapie gibt es nur wenige Arzneimittel, darunter ein Antibiotikum mit guter in-vitro-Aktivität gegen Candida.
Aktuelle Erkenntnisse zur Prophylaxe rezidivierender Harnwegsinfekte, Resistenztrends bei E. coli und zur Wirksamkeit bewährter Antibiotika – basierend auf Real-World-Daten und Leitlinienempfehlungen.
Im Wettbewerb um Fachkräfte sind egalitäre Arbeitsbedingungen ein Pfund, mit dem sich wuchern ließe. Stationäre Arbeitgeber könnten hier noch Boden gut machen. Jeder zweite Teilnehmer einer MB-Umfrage hat schon Machtmissbrauch im Job erlebt.
Wann ist das Lipoprotein(a) zu hoch? Diese Frage stellte sich ein deutsches Forschungsteam – und analysierte die Risiken durch Lp(a) bei Patienten, die bereits Statine einnehmen.
Die STIKO empfiehlt eine Dengue-Impfung bei Reisen in ein Endemiegebiet nur bei vorheriger laborbestätigter Infektion. Das kritisieren Reisemediziner und präsentiert einen Gegenvorschlag. Was bedeutet dies für die Erstattung?
Es beginnt meist mit Schmerzen, Missempfindungen und einem veränderten Temperaturempfinden. Die Frühsymptome einer diabetischen Polyneuropathie sollten nicht übersehen werden, um frühzeitig intervenieren zu können.
Biomarker werden in der Asthma-Therapie immer wichtiger. Jetzt empfiehlt die Global Initiative for Asthma (GINA) zum ersten Mal ausdrücklich, zwei bestimmte Biomarker in klinische Entscheidungen einzubeziehen.
Mit Ablauf des 30. Juni werden die elektronischen Heilberufsausweise einiger Hersteller nicht mehr gültig sein. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung appelliert an betroffene Ärzte, jetzt rasch zu handeln.
Notfallreform, der nächste Versuch. Ein Ministeriumsplan für einen aufsuchenden Rund-um-die-Uhr-Notdienst stößt beim Großteil der Ärzteschaft auf klare Ablehung. Die Rede ist von einem völlig illusorischen Vorhaben.
Wie neue Steuern und Abgaben nutzen? Diese Frage erregt gerade die Gemüter. Krankenkassenverbände fordern die Regierung auf, die Pläne der Finanzkommission zur Entlastung der GKV ernstzunehmen.
Auf einmal geht es ganz schnell: Union und SPD machen Druck bei der Sanierung der klammen Krankenkassen. Grundlage sollen die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit sein. Ein konkreter Termin wird auch genannt.
Klinisch randomisierte kontrollierte Studien für die Behandlung von Kindern mit juveniler idiopathischer Arthritis fehlen. Ein Mangel, der Risiken birgt. Deshalb sei etwa der Einsatz von JAK-Inhibitoren nur mit Vorsicht zu empfehlen.
Forscher aus Australien ordnen E-Zigaretten ähnlich kanzerogen ein wie rotes Fleisch. Die Studie ist ein weiteres Argument dafür, Patienten keine E-Zigaretten zum Rauchstopp anzubieten.
Die Ursachen für Schulterschmerzen sind mannigfaltig. Eine Ursache kann Polymyalgia rheumatica sein. Auch bei klinisch hinreichender Konstellation sollten andere Erkrankungen ausgeschlossen werden.
Welche Bildrate bei der transthorakalen Echokardiographie? Bilder oder Video? Welche Schallfenster? Empfehlungen dazu gibt es nun in der ersten deutschen Leitlinie „Transthorakale Echokardiographie“.
Die Salvage-Radiotherapie nach radikaler Prostatektomie mit einer Hormontherapie zu kombinieren: Das bringt nur manchen Männern einen Vorteil – so die POSEIDON-Studie, eine Metaanalyse auf Basis individueller Patientendaten.
Viele Betroffene chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen haben auch noch im Zustand der Remission persistierende Symptome. Ein Überblick, was das mit der „Darm-Hirn-Achse“ zu tun haben könnte.
Manche Menschen mit Schizophrenie rücken anderen unangenehm „auf die Pelle“. Häufiger ist aber, dass sie auffällig großen physischen Abstand wahren – ein möglicher Hinweis auf Wahnvorstellungen.
In der VESALIUS-CV-Studie hatte ein PCSK9-Hemmer seine Wirksamkeit bei Personen ohne Herzinfarkt oder Schlaganfall unter Beweis gestellt. Eine neue Auswertung zeigt nun, dass auch Menschen mit Diabetes von einer solchen Therapie profitieren – und zwar auch dann, wenn noch keine Atherosklerose bekannt ist.
Sollte das LDL-Ziel bei manifester atherosklerotischer Erkrankung < 55 mg/dl oder < 70 mg/dl liegen? Das ist hierzulande ein Steitpunkt zwischen fachärztlicher und hausärztlicher Fachgesellschaft. Eine große Studie klärt diesen Punkt nun.
Antibiotikum ja oder nein: Bei Patienten mit akuten Atemwegsinfektionen fällt die Entscheidung oft nicht leicht. Die Frage, ob Point-of-Care-Tests helfen, beantwortet eine randomisierte Studie aus den Niederlanden.
Alle Patienten mit Diabetes und metabolischer Steatosesleber einmal im Jahr screenen: Das klingt aufwendig, ist aber ganz simpel und prädiktiv für das HCC-Risiko und Überleben der Patienten.
Je früher eine diabetische Retinopathie erkannt wird, umso besser. Die moderne Fundus-Fotografie könnte ein flächendeckendes Screening ermöglichen – mit KI als Unterstützung.
Eine aktuelle Auswertung von britischen Registerdaten unterstreicht den Stellenwert einer frühzeitigen Biologika-Behandlung bei Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte.
Sich regelmäßig zu bewegen ist auch für Brustkrebspatientinnen von großer Bedeutung. Doch wie viel Sport pro Woche ist angebracht? Und wie oft bedarf es Kraftübungen? Genaue Empfehlungen gibt die aktualisierte S3-Leitlinie.
Zum Hallux valgus liegen neue Leitlinienempfehlungen vor. Beim Ortho Trauma Update gab der DGOU-Vizepräsident praktische Hinweise und stellte eine neue minimalinvasive Osteotomietechnik mit reduziertem Fissurrisiko vor.
Unangenehm, peinlich, zu intim: Viele Ärzte scheuen vor der Sexualanamnese zurück. Dabei kann sie wertvolle diagnostische Hinweise liefern. Helfen können die „fünf Ps“.
Immer mehr Ärztinnen und Ärzte arbeiten angestellt in Praxen bzw. MVZ. Was im Arbeitsvertrag geklärt werden kann und sollte und wo Risiken liegen, erklärt Medizin- und Arbeitsrechtlerin Gabriele Leucht.
Junge Erwachsene mit und nach einer Krebserkrankung haben ein besonderes Bedürfnis nach Unterstützung. Dem können Praxisteams alleine meist nicht gerecht werden. Drei außergewöhnliche Programme, die Sie Patienten an die Hand geben können.
Antikonvulsiva in der Schwangerschaft sind ein zweischneidiges Schwert. Neue Evidenz zum Risiko für kindliche Neuroentwicklungsstörungen kommt aus einer aktuellen US-amerikanischen Studie.
Mithilfe CED-spezifischer Computer-aided Detection (CADe), basierend auf Maschinenlernmodellen, könnte die Detektion neoplastischer Läsionen in der Endoskopie bald deutlich verbessert werden. Das scheint vor allem auf die Erkennung nicht-polypoider Läsionen zuzutreffen.
Insulinresistenz ist auch bei Menschen mit Typ-1-Diabetes ein Thema. Für den Diabetologen Dr. Martin Füchtenbusch, würde daher eine Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten oder SGLT-2-Inhibitoren bei bestimmten Bedingungen Sinn ergeben.
Klinische Wirksamkeit auf der einen, Umweltverträglichkeit auf der anderen Seite: Moderne Inhalationstherapien bei COPD müssen mehrere Anforderungen erfüllen. Welches System schneidet am besten ab?
Welche klinischen Zeichen und Labormarker Aussagen über das langfristige Risiko gesunder Männer für Prostatakrebs erlauben, hat die SHIP-Studie untersucht. Die Ergebnisse stützen die Option, risikoadaptiert zu screenen.
Je mehr psychische Traumata jemand zu verarbeiten hat, umso höher ist das Risiko für Schlaganfall und Demenz, so eine Analyse. Vor allem ein Faktor im Erwachsenenalter scheint die Gefahr zu steigern.
Bestimmte Früherkennungsstrategien, die das absolute 5-Jahres-Mammakarzinomsrisiko berücksichtigen, bieten wohl Vorteile gegenüber rein altersbasierten Mammografieprogrammen. Das legen die Ergebnisse einer Simulationsstudie nahe.
Der 132. Internistenkongress steht unter dem Motto „Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin“. Wir berichten ausführlich über die Veranstaltungen. Hier finden Sie unsere aktuellen Berichte in der Übersicht.