Nordrhein

Gefälschte Corona-Impfzertifikate? Polizei ermittelt gegen Mitarbeiter von Impfzentrum

Vier Beschäftigte des Aachener Impfzentrums sollen in großem Stil gefälschte Impfnachweise verkauft haben. Jetzt ermittelt die Polizei. Auch den Käufern drohen Konsequenzen.

Veröffentlicht:
Keine Lust auf Corona-Impfung, aber ein Zertifikat soll schon her? In Aachen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf den Handel mit Impfzertifikaten.

Keine Lust auf Corona-Impfung, aber ein Zertifikat soll schon her? In Aachen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf den Handel mit Impfzertifikaten.

© Alexander Limbach / stock.adobe.com

Aachen. In Aachen ermittelt die Polizei wegen Betrugs gegen vier Beschäftigte des dortigen Impfzentrums. Sie werden verdächtigt, mit Impfzertifikaten gehandelt zu haben. Die KV Nordrhein betont, dass es sich um einen Einzelfall handelt. Die Polizei hatte das Impfzentrum durchsucht und auch die Wohnungen und Autos der Verdächtigen. Die vier Mitarbeiter wurden festgenommen, sind inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Laut KV hat die Polizei bei ihnen unter anderem eine hohe Anzahl ausgedruckter Blanko-Impfzertifikate sichergestellt.

Dem Einsatz vorausgegangen waren offenbar Hinweise aus der Bevölkerung, dass man in dem Zentrum Impfnachweise kaufen könne. Nach einem Bericht des WDR sollen die Mitarbeiter dafür bis zu 450 Euro verlangt haben. Auch andere Beschäftigte des Impfzentrums sollen sich der KV zufolge an die Polizei gewandt haben, weil ihnen das Verhalten der Kollegen merkwürdig vorkam. „Im Sinne aller Beteiligten erwarte ich eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse“, so KV-Vorsitzender Dr. Frank Bergmann.

Die KVNo will Polizei und Staatsanwaltschaft dabei unterstützen. Sie weist darauf hin, dass es sich bei den vier Personen um Arbeitskräfte externer Personaldienstleister handelt. Sie seien im Impfzentrum mit Aufgaben der Impfdokumentation befasst gewesen. In dem Zentrum seien insgesamt rund 130 der KV vermittelte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. In ganz Nordrhein greife man auf etwas über 2000 dieser Arbeitskräfte zurück. „Bislang ist es in den insgesamt 28 Impfzentren im Landesteil Nordrhein zu keinem anderen vergleichbaren Fall gekommen.“ Laut WDR richten sich die Ermittlungen auch gegen die Personen, die Impfzertifikate gekauft haben. (iss)

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Quo vadis? Im Bundestag steht eine Orientierungsdebatte zum Thema allgemeine Corona-Impfpflicht an.

© Kay Nietfeld/dpa

Update

Orientierungsdebatte

Bundestag klopft das Thema allgemeine Impfpflicht ab

Die Moderna-Vakzine Spikevax® hatte in einer US-Studie im Vergleich mit dem BioNTech-Impfstoff Comirnaty® knapp die Nase vorn.

© Nicolas Economou / NurPhoto / picture alliance

Corona-Studien-Splitter

Studie: Spikevax® schützt wohl leicht besser als Comirnaty®