Corona-Impfung

Gesundheitssenatorin: Berliner sollen COVID-19-Impfstoff wählen können

Laut Aussagen von Jens Spahn (CDU) ist eine Wahlfreiheit der Impflinge zwischen verschiedenen Corona-Vakzinen bisher nicht vorgesehen. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in Berlin hat einen anderen Plan.

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Dilek Kalayci (SPD), Berliner Gesundheitssenatorin, im Impfzentrum im Velodrom. Neben ihr steht Mario Czaja, ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin und Berliner CDU-Abgeordneter. Im Velodrom ist ein Impfzentrum aufgebaut, in dem gegen das Coronavirus geimpft werden kann.

Dilek Kalayci (SPD), Berliner Gesundheitssenatorin, im Impfzentrum im Velodrom. Neben ihr steht Mario Czaja, ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin und Berliner CDU-Abgeordneter. Im Velodrom ist ein Impfzentrum aufgebaut, in dem gegen das Coronavirus geimpft werden kann.

© Christophe Gateau / dpa

Berlin. Impfwillige in Berlin sollen laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wählen können, mit welchem Impfstoff sie gegen Corona immunisiert werden wollen. „Der Bürger, die Bürgerin sollen die Freiheit haben, sich entscheiden zu können, mit welchen Impfstoff sie geimpft werden wollen“, sagte Kalayci am Samstag nach einem Bericht der RBB-Abendschau bei einem Probelauf in einem Impfzentrum. Die Verteilung der Impfstoffe sei nach den derzeitigen Planungen an die Impfzentren gekoppelt.

So werde in dem bereits geöffneten Impfzentrum in der Arena in Treptow der des Mainzer Unternehmen BioNTech und seines US-Partners Pfizer geimpft. Im Erika-Hess-Eisstadion im Wedding, das am kommenden Donnerstag öffnen soll, solle der von Moderna verabreicht werden. Als nächstes könnte ein Zentrum mit dem BioNTech-Impfstoff an der Messe folgen. Insgesamt plant Berlin sechs Impfzentren (siehe nachfolgende Karte).

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor gesagt, wer vom Staat eine Impfung gegen COVID-19 angeboten bekommt, wird sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen können. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit „im Moment und auch absehbar“ nicht möglich, betonte Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) am Samstag in einer Online-Diskussionsrunde. (dpa)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Detlef Bunk

Corona-Impfstoff Wahlfreiheit in Berlin

Sehr geehrte Frau Dilek Kalayci,
müssen Sie sich und die SPD mit dieser pseudo-demokratischen Forderung nach Impfstoffwahlfreiheit derartig gewollt und aufgesetzt in Szene setzen? Wer kann entscheiden, welcher Impfstoff zum wem passt? Der normale Bürger wohl kaum. Diese Diskussion ist von Ihnen an den Haaren herbeigezogen! Eine unverantwortliche, unnötige Inszenierung und Unruhestiftung an der Grenze zur hysterischen Panikmache.

Dr. Detlef Bunk,
Psychol. Psychotherapeut, Essen

Dr. Thomas Georg Schätzler

SPD-Profilneurose, Unwissenheit oder "Alternative Fakten" - Die Berliner/-innen können wählen

In GB hat das Vakzin von BioNTech/Pfizer Anfang Dezember 2020 eine "Notfallzulassung", keine ordnungsgemäße Zulassung erhalten. Weil dort "die Hütte brannte", der viel zu späte Lockdown löcherig wie ein Schweizer Käse war, die Pandemie wegen des eklatanten Fehlverhaltens des selbst infizierten/erkrankten Ministerpräsidenten Johnson außer Kontrolle geriet und der Regierung ein Gesichtsverlust drohte.

Ab 08.12.2020 wurden die ersten Briten geimpft. Seit Anfang Januar 2021 stehen zusätzlich das heimische Vakzin der Universität Oxford und das des Pharmakonzerns AstraZeneca zur Verfügung, da wegen des Brexits die strengeren europäischen Zulassungsvorschriften in GB nicht mehr gelten. Am 08.01.2021 ließ die Regierung mit dem Impfstoff des US-Herstellers Moderna das vierte Präparat zu. Bislang sind mehr als 1,5 Millionen Briten gegen Corona geimpft.

In Berlin gibt es faktisch derzeit nur das spezialgekühlte Präparat von BioNTech/Pfizer. Die mit der Impfthematik formal/inhaltlich offensichtlich überforderte bzw. unerfahrene Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci (SPD), will der Berliner Bevölkerung als "Fake News" nun auch noch eine Wahlmöglichkeit antragen.

Sie studierte Wirtschaftsmathematik an der Technischen Universität Berlin (Diplom-Wirtschaftsmathematikerin). Anschließend war sie Mitarbeiterin der Deutschen Kreditbank in den Bereichen Controlling, Asset Management und Compliance.

Damit ist klar, woher der Wind weht. Aus rein wahltaktischem Manöver sollen jetzt ausgerechnet die Berliner (meine Geburts- und Heimatstadt) zwischen Impfstoffen wählen, die es gar nicht gibt. Die Gesundheitssenatorin übersieht dabei, dass mit irreführenden Spekulationen zusätzlich die "alternative" Impf-Müdigkeit/-Verweigerung ansteigt und kontradiktorisch die COVID-19-Pandemie befördert statt begrenzt wird.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzen, FAfAM Dortmund (meine 2. beste Mitarbeiterin war Türkin)

Dr. Detlef Bunk antwortete

Dem ist kaum was hinzuzufügen. Man könnte meinen, Frau Kalayci und die SPD sind jetzt auf den "Trump"-Stil verfallen. Frau Kalayci sollte zurücktreten.


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