Niedersachsen

Göttingen: Ermittlungen gegen Ärztin wegen Volksverhetzung

Die Polizei in Göttingen ermittelt erneut gegen eine Ärztin aus Duderstadt. Die Ärztin steht bereits wegen des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse unter Anklage.

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Duderstadt. Der bereits unter zweifacher Anklage stehenden Duderstädter Ärztin droht jetzt ein weiteres Strafverfahren – diesmal wegen Volksverhetzung. Anlass ist eine Rede, die sie am Mittwochabend bei einer Kundgebung von Gegnern der Coronamaßnahmen in Herzberg (Kreis Göttingen) gehalten hat. Die Ärztin soll dort unter anderem die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie als „Jahrhundertverbrechen“ bezeichnet und gesagt haben, dass das, was derzeit in Deutschland ablaufe, „schlimmer als der Holocaust“ sei.

Die Polizei habe noch am selben Abend ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet, teilte eine Polizeisprecherin mit. Unmittelbar nach dem Redebeitrag habe sich die Leiterin der Versammlung von den Äußerungen distanziert.

Die Ärztin tritt regelmäßig bei Demonstrationen von Corona-Leugnern als Rednerin auf, wo sie gegen Impfungen, die Maskenpflicht und andere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie agitiert. Bei der Kundgebung in Herzberg soll sie unter anderem auch Deutschland als „Zentrum des Faschismus“ bezeichnet haben. Seit vergangenem Herbst sind gegen sie zwei Anklagen wegen des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse anhängig. (pid)

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