Engpass behoben

Grippe-Impfstoff in Schleswig-Holstein aktuell kaum nachgefragt

Apotheker in Schleswig-Holstein sehen derzeit die Gefahr, dass der zur Verfügung stehende Grippe-Impfstoff nicht abgerufen wird. Ihrer Ansicht nach hat das mit den Corona-Impfungen zu tun.

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Kiel/Bad Segeberg. Ärzte und Apotheker in Schleswig-Holstein werben für die Grippe-Impfung. Nach einem zwischenzeitlichen Engpass steht derzeit wieder Impfstoff zur Verfügung – aktuell jedoch ist die Nachfrage gering.

„Auch jetzt noch dient das Impfen gegen die Grippe in der Arztpraxis nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern trägt auch zur Entlastung unseres Gesundheitssystems bei“, sagte Schleswig-Holsteins KV-Vorsitzende Dr. Monika Schliffke.

Die Apotheker im Norden sehen derzeit die Gefahr, dass der zur Verfügung stehende Impfstoff wegen der Fokussierung auf die Corona-Impfungen nicht abgerufen wird. Laut Mitteilung von KV und Apothekerverband war die Nachfrage nach Grippe-Impfungen seit dem Start der aktuellen Saison so hoch wie noch nie, bundesweit standen rund 30 Prozent mehr Impfdosen zur Verfügung als ein Jahr zuvor.

Fast um ein Drittel gestiegene Menge

„Diese um fast ein Drittel gestiegene Menge hatte zwischenzeitlich zu Lieferengpässen geführt, sodass die hohe Nachfrage nicht zu jeder Zeit und für jede Arztpraxis sofort durch unsere Apotheken befriedigt werden konnte“, sagte Dr. Peter Froese vom Apothekerverband.

Dies hatte laut Schliffke dazu geführt, dass Ärzte zwischenzeitlich Impfwillige vertrösten mussten. Ob es allerdings in dieser Saison noch zu einer nennenswerten Grippewelle kommen wird, ist wegen der Kontaktbeschränkungen ungewiss. (di)

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