Durch Schweizer Ameos-Gruppe

Grünes Licht für Übernahme der Sana Kliniken Ostholstein

Im zweiten Anlauf hat das Bundeskartellamt die Übernahme der Sana Kliniken durch die Ameos-Gruppe genehmigt. Vor einigen Jahren hatte die Behörde noch Vorbehalte.

Veröffentlicht:

Bonn/Eutin. Das Bundeskartellamt hat den Weg für eine Übernahme der Sana Kliniken Ostholstein durch die Schweizer Ameos-Gruppe freigemacht. Damit gelang den beiden Vertragspartnern die Übernahme der Klinikstandorte in Eutin, Oldenburg, Fehmarn und Middelburg im zweiten Anlauf.

Der erste Versuch war 2018 an Vorbehalten der Bonner Kartellbehörde gescheitert. Denn Ameos und der in Ostholstein mit dem Haus in Neustadt ebenfalls aktive Klinikträger Schön Kliniken sind Portfoliogesellschaften von zwei zwar unterschiedlichen Investmentgesellschaften, die aber beide von dem amerikanischen Private Equity Unternehmen Carlyle Group betrieben und beherrscht wurden.

Mit der Übernahme wäre die Stellung des Investors in der Region marktbeherrschend geworden. Inzwischen hat Carlyle seine Ameos-Beteiligung jedoch an den Finanzinvestor ICG verkauft. Dieser hat nach Angaben des Kartellamtes zwar ebenfalls weitere Beteiligungen im deutschen Kliniksektor, nicht aber an Akutkliniken in der Region Ostholstein. Kartellamtschef Andreas Mundt hält die Übernahme deshalb nun für „unbedenklich“.

Herausforderungen für neuen Betreiber

Ameos ist im deutschsprachigen Raum mit 95 Einrichtungen an über 50 Standorten im Gesundheitssektor aktiv und insbesondere in Norddeutschland vielfach präsent.

Mit Spannung erwarten Mitarbeiter und Bevölkerung an den Standorten in Ostholstein, wie der neue Betreiber auf die Herausforderungen in der Region reagieren wird und welches Konzept seinem Engagement in Ostholstein zugrunde liegt. Am größten Haus in Eutin besteht ein erheblicher Sanierungsstau. Das kleine Krankenhaus auf der Insel Fehmarn gilt als zu klein, um rentabel arbeiten zu können. Der Verzicht auf einen der Standorte wiederum würde wegen der zum Teil erheblichen Entfernungen massive Proteste auslösen. (di)

Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

ARE-Wochenbericht

Aktuell immer weniger Influenza-Erkrankungen

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

Lesetipps
Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?