Erstimpfungen ab 28. Juni geplant

Hessische Corona-Impfaktion für Schüler noch vor den Sommerferien

Die Landesregierung in Wiesbaden will allen Schülern ab dem zwölften Lebensjahr noch vor Beginn der hessischen Sommerferien ein Impfangebot gegen SARS-CoV-2 unterbreiten.

Von Christoph BarkewitzChristoph Barkewitz Veröffentlicht:
Im Idealfall sollen älteren Schülern wie hier an einem Gymnasium im südhessischen Groß-Gerau vom 28. Juni an Angebote für Corona-Impfungen gemacht werden.

Im Idealfall sollen älteren Schülern wie hier an einem Gymnasium im südhessischen Groß-Gerau vom 28. Juni an Angebote für Corona-Impfungen gemacht werden.

© Sebastian Gollnow / dpa / picture alliance

Wiesbaden. Die Landesregierung will allen Schülern ab dem zwölften Lebensjahr noch vor Beginn der hessischen Sommerferien ein Impfangebot gegen SARS-CoV-2 unterbreiten. Wie Innenminister Peter Beuth und Kultusminister Professor Alexander Lorz (beide CDU) am Montag mitteilten, wird angestrebt, die Erstimpfungen von 28. Juni an bis zum Beginn der Sommerferien am 19. Juli vorzunehmen.

Gleichzeitig kündigte Beuth die Aufhebung der Priorisierung für die Corona-Schutzimpfungen für Anfang Juni an. Hessen folgt damit der Linie des Bundes. Aber auch wenn sich von da an alle Bürger für einen Impftermin registrieren lassen könnten, würden zunächst noch die priorisierten Personengruppen bevorzugt Termine zugewiesen bekommen, sagte der Innenminister.

Start hängt von zwei Bedingungen ab

Die beiden Minister wiesen darauf hin, dass die Schüler-Impfungen die Zulassung des bislang einzigen für diese Altersgruppe möglichen Impfstoffs von BioNTech ab zwölf Jahre durch die EMA bedingt – und hinreichende Impfstoffbereitstellung seitens des Bundes. Sobald die Zulassung vorliege, solle der Termin für den Beginn der Registrierung bekannt gegeben werden. Für die zuallererst geimpften Schüler wäre dann sogar die sechs Wochen später vorzunehmende Zweitimpfung bis Ferienende am 27. August möglich.

Die Impfungen sollten in den Impfzentren erfolgen, sagte Lorz. Diese könnten aber auch mobile Teams in den Schulen einsetzen. Bei der Impfung müsse ein Elternteil anwesend sein, betonte Innenminister Beuth. Dabei solle der Begleitperson dann auch ein Impfangebot gemacht werden.

Mit der Aufhebung der Priorisierung sollten auch Impftermine für Schüler bei den Kinder- und Jugendärzten sowie den Hausärzten vereinbart werden können. Dazu soll der den niedergelassenen Ärzten zugewiesene Anteil möglichst über den Pharmagroßhandel gesondert den Pädiatern zufließen.

Impfangebote auch für Menschen ohne Wohnsitz

Sozialminister Kai Klose (Grüne) wies darauf hin, dass mit quartiersbezogenen Impfaktionen und mehrsprachigen Informationen mehr Menschen an „sozioökonomisch benachteiligten Orten“ erreicht werden sollten. Dazu gebe es bereits erste Vor-Ort-Impfaktionen auf Initiative der betroffenen Kommunen mit mobilen Teams. Die Städte würden dies selbst steuern, sagte Klose: „Sie wissen am besten, wie ihre Bürger mit einem Impfangebot erreicht werden können“. Gleiches gelte für Impfaktionen für wohnsitzlose Menschen.

Außerdem würden der Öffentliche Gesundheitsdienst und die Partner der „Impfallianz Hessen“ (KV, Ärztekammer, Hausärzteverband, Apothekerkammer und -verband) benachteiligte Gruppen, die von ihnen versorgt werden, auf die Impfangebote des Landes hinweisen. Dazu gebe es auch Informationen zur Corona-Schutzimpfung in zwölf Sprachen online.

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