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Bremen

Honorarpaket für 2018 fällt dicker aus

Unter anderem wegen gestiegener Morbidität erhält die KV Bremen etwa zehn Millionen Euro mehr Honorarvolumen.

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BREMEN. Bremens niedergelassene Ärzte erhalten im Rahmen des Honorarpaketes 2018 bei der Gesamtvergütung ein Plus von rund zehn Millionen Euro. Das teilt die KV Bremen (KVHB) mit. Im Einzelnen: Der regionale Orientierungspunktwert erhöht sich um 1,18 Prozent auf 10,6543 Cent. Das bedeutet etwa 2,6 Millionen Euro mehr. Diese "Preiserhöhung" betrifft alle EBM-Leistungen, also auch die extrabudgetären.

Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) in Bremen steigt um rund zwei Millionen Euro. Außerdem hat die KV Bremen 1,35 Millionen Euro zusätzlich verhandelt. Zudem wurden in Bremen nicht alle NäPa-Leistungen abgerufen. Deshalb fließen aus diesem Topf 300.000 Euro zurück in die Gesamtvergütung.

Für die extrabudgetäre Gesamtvergütung (EGV) sind laut KVHB zusätzlich drei Millionen Euro geplant. Vergütungspauschalen für Schutzimpfungen und die Wegegelder werden um 1,18 Prozent erhöht – ein Plus von rund 50.000 Euro.

Alljährlich legt der Bewertungsausschuss für die regionalen Honorarverhandlungen zwei Parameter fest. Erstens: die Morbi-Rate. Für 2018 beträgt sie an der Weser 1,97 Prozent. Mit diesem höchsten Anstieg unter allen Bundesländern liegt Bremen deutlich über dem Bundesschnitt von 0,66 Prozent.

Noch vor wenigen Jahren musste Bremen eine negative Morbi-Rate hinnehmen, "weil Ärzte und Psychotherapeuten vor Ort zu viele unvollständige und insgesamt deutlich weniger Diagnosen ansetzten als ihre Kollegen in anderen Bundesländern", erklärt die KVHB.

Der demografische Veränderungsfaktor, der Alter und Geschlecht der Bevölkerung betrifft, ist der zweite Parameter für die Honorarfestsetzung. Besonders in den Stadtstaaten mit ihrer relativ jungen Bevölkerung ist der Demografie-Faktor tendenziell negativ. In Bremen beträgt er minus 0,18 Prozent.

In Bremen wurden bei den Honorarverhandlungen beide Faktoren zu je 50 Prozent berücksichtigt, so die KVHB. (cben)

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