Direkt zum Inhaltsbereich

Infektionskrankheiten

Lockdown stoppt in Hessen mehr als nur Corona

Die DAK meldet einen deutlichen Rückgang anderer Infektionskrankheiten in Hessen nach dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr.

Veröffentlicht:

Frankfurt/Main. Die DAK meldet einen deutlichen Rückgang anderer Infektionskrankheiten in Hessen nach dem ersten Lockdown in der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr.

Unter Hinweis auf Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) berichtet die Kasse hessenweit für 2020 von rund 21.000 Fällen meldepflichtiger Krankheiten. Im Vorjahr seien es 34.000 Fälle gewesen– ein Rückgang um 38 Prozent.

Besonders stark sei die Abnahme bei Windpocken. Diese seien von 1196 gemeldeten Fällen im Jahr 2019 auf 604 in 2020 zurückgegangen. Beim Norovirus habe es einen Rückgang um 71 Prozent gegeben: 2209 erfasste Fälle in 2020 und 7959 Fälle im Jahr zuvor. Seit Anfang Oktober (KW 40) seien in Hessen erst zehn laborbestätigte Influenza-Fälle bekannt geworden.

Hygienemaßnahmen wirken

Der starke Rückgang der Infektionskrankheiten zeige, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus teilweise auch die Übertragung anderer gefährlicher Krankheiten verhinderten, sagte DAK-Landesleiterin Sötkin Geitner.

Auch für Baden-Württemberg meldet die DAK einen – wenngleich prozentual geringeren – Rückgang anderer Infektionskrankheiten: um 18 Prozent von 55.000 im Jahr 2019 auf rund 45.000 im vergangenen Jahr. Beispiel Windpocken: 3763 gemeldeten Fälle 2019, im vorigen Jahr nur 1964 Erkrankungen. (bar)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neurodivergenz

ADHS in der Hausarztpraxis: Hinweise für die Diagnostik

Intoxikationen

Pilzvergiftungen: Was ist für Hausärzte relevant?

Lesetipps
Smartphones mit Gemini und Chat-GBT

© Lorenzo Di Cola | NurPhoto / picture alliance

Künstliche Intelligenz

Warum die KI eine Hausärztin fälschlicherweise für tot erklärte

Eine ältere Frau stützt ihr Gesicht mit ihren Händen ab.

© Alexey Klementiev / photos.com

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Modell eines Menschen mit Kopfschmerzen.

© Ezar / stock.adobe.com / Generated with AI

Viral bedingte Hirnentzündung

Virologe: „Das Bornavirus ist unser neues Tollwutvirus“