Baden-Württemberg

Lucha sieht Wert für Corona-Warnstufe bald erreicht

Für Ungeimpfte kann es in Baden-Württemberg bald ungemütlicher werden. Weil dann die Corona-Warnstufe erreicht wird, müssen sie vielerorts PCR-Tests vorweisen.

Veröffentlicht:
Rechnet damit, dass ab Freitag in Baden-Württemberg die Corona-Warnstufe gelten wird: Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne).

Rechnet damit, dass ab Freitag in Baden-Württemberg die Corona-Warnstufe gelten wird: Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne).

© Sebastian Gollnow/dpa

Stuttgart. Angesichts der steigenden Corona-Ansteckungszahlen und der angespannten Lage auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg geht Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) von schärferen Einschränkungen für Ungeimpfte schon ab kommenden Freitag (29. Oktober) aus.

„Ich rechne tatsächlich damit, dass die für das Erreichen der Warnstufe erforderliche Zahl der Corona-Kranken auf Intensivstationen schon am Mittwoch erreicht werden könnte“, sagte Lucha am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn der Wert dann am Donnerstag nicht wieder unter 250 sinkt, rufen wir am Freitag, also nach zwei Werktagen, die Warnstufe aus.“

Nach der Corona-Verordnung treten strengere Maßnahmen für ungeimpfte Menschen automatisch landesweit in Kraft, wenn der Wert von 250 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten wird. Dann würden für Ungeimpfte unter anderem wieder Kontaktbeschränkungen gelten.

Zudem müssten Menschen, die weder gegen das Virus geimpft noch von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind, in vielen Bereichen negative PCR-Tests vorweisen.

Zahl der Patienten auf Intensivstationen steigt auf 234

Die Zahl der COVID-Patienten auf den Intensivstationen war am Dienstag im Vergleich zum Vortag um vier auf 234 gestiegen. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am selben Tag bei 3,8 – das ist die Zahl der Menschen, die pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen. Liegt sie an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen bei 8,0 oder darüber, ist das ebenfalls ein Kriterium für die Corona-Warnstufe.

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Datawrapper Um mit Inhalten aus Datawrapper zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Wird nach der Warnstufe auch die Alarmstufe überschritten (390 Intensivbetten belegt, Hospitalisierungsinzidenz von 12), dann würde in vielen Bereichen der Öffentlichkeit die 2G-Regel gelten – Ungeimpfte hätten dann beispielsweise zu Restaurants, Museen oder Vereinsfeiern keinen Zutritt mehr. (dpa)

Mehr zum Thema

Aktuelles Infektionsgeschehen

Die Corona-Lage in den Städten und Landkreisen

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Der Bundestag diskutiert darüber, ob eine Corona-Impfpflicht eingeführt werden soll. Die Öffentlichkeit spürt sehr wohl, dass die Politik im Nebel stochert.

© Jens Krick / picture alliance / Flashpic

Kommentar zur Corona-Impfpflicht

Die Debatte ist der Anreiz, nicht die Pflicht

Tendenz weiter nach oben: Mit bis zu 400.000 Infektionen durch Omikron pro Tag rechnen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und RKI-Präsident Lothar Wieler (l.).

© Wolfgang Kumm / dpa

Neue Testverordnung

PCR-Tests: Details zur Priorisierung kommen nächste Woche

Blick in den Wartebereich einer Notfallambulanz: Künftig sollen Patienten bereits vorab via Ersteinschätzung in den richtigen Versorgungsbereich vermittelt werden.

© Bernd Settnik / ZB / picture alliance

Neuer Reformvorschlag

Digitaler Tresen soll Notfallreform retten