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Medizintourismus

Mexiko setzt auf Cluster

Mexiko will sich stärker als Anbieter günstiger und sicherer Eingriffe für Medizintouristen positionieren.

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MEXIKO CITY. Trotz Donald Trump als US-Präsidenten mit mexikokritischen Attitüden setzt das südliche Nachbarland auf Medizintouristen aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Bisher lief das auch schon relativ gut, Probleme stellten aber immer wieder die Qualität der Eingriffe dar, die in Mexiko um ein Vielfaches günstiger sind als in den USA.

Mexiko setzt jetzt auf eine Qualitätsoffensive, um sich als ein führender Anbieter qualitativ hochwertiger, sicherer und preislich wettbewerbsfähiger medizinischer Eingriffe zu positionieren.

Bei der Realisierung der Idee setzen die Mexikaner auf das Konzept des Clusters. Mit Baja California, Sonora, Chihuahua, Nuevo León, Tamualipas, Jalisco, Guanajuato, Puebla, Quintana Roo und Mexico City wurden landesweit nun zehn Medizintourismus-Cluster ausgedeutet.

Stärkung der medizintouristischen Dienstleistungskette

Wie aus der jüngst veröffentlichten OECD-Studie "Tourism Policy Review of Mexico" hervorgeht, die der "Ärzte Zeitung" vorliegt, gilt das Augenmerk der Regierung in den Clustern unter anderem der Stärkung der medizintouristischen Dienstleistungskette.

Die regionalen Vertreter würden sensibilisiert für die Bedeutung und das Potenzial des hochwertigen Medizintourismus, dessen Rückgrat wiederum zertifizierte Qualitätsnachweise seien.

Gerade die US-Medizintouristen legen gesteigerten Wert auf zum Beispiel Klinikzertifizierungen durch die unabhängige amerikanische Joint Commission International (JCI). Die Non-Profit-Organisation zertifiziert Gesundheitseinrichtungen innerhalb und außerhalb der USA.

Wie die OECD für das Einzugsgebiet des in Grenznähe zu den USA befindlichen Medical Clusters Baja California ausführt, seien dort für 2015 rund 800.000 Medizintouristen zu verzeichnen gewesen.

Das Manko: Bei den meisten Eingriffen habe es sich um medizinisch nicht sehr anspruchsvolle – und damit sehr günstige – Prozeduren gehandelt. Mexiko hegt zudem die Hoffnung, dass Medizintouristen den Aufenthalt rund um den Eingriff auch mit touristischen Aktivitäten verbinden und so dringend benötigtes Geld in das von Korruption geplagte Land bringen. (maw)

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