Thüringen

Nachzahlung: 1,15 Millionen Euro für Praxen

Kassen erstatten in Kürze Ausgleichszahlungen für das zweite Quartal 2020, kündigt die KV an.

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Erfurt. Wegen des pandemiebedingten Rückgangs der Patientenzahlen sind in Thüringen im ersten Halbjahr 2020 Ausgleichszahlungen an betroffene Arztpraxen von knapp 1,9 Millionen Euro bewilligt worden. Für das erste Quartal sind diese Mittel, die den Rückgang zum Großteil kompensieren sollen, nach Angaben der KV Thüringen bereits geflossen.

Jene für das zweite Kalendervierteljahr sollen bis zum 10. März folgen. Überwiegend handelte es sich bei den Mitteln um Nachzahlungen der Kassen für extrabudgetierte Leistungen. Diese belaufen sich auf 1,15 Millionen Euro. Ein Auslöser für die Zahlungen sei vor allem die stark zurückgegangene Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen gewesen, so der KV-Vizevorstand Thomas Schröter. In der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung umfasst die Auszahlungssumme 548.000 Euro. Als höchster Einzelbetrag je Praxis wurden 36.300 Euro bewilligt.

Erheblicher Teil der Anträge wird abgelehnt

Im ersten Quartal 2020 hatten 179 Praxen Anträge auf einen finanziellen Ausgleich gestellt, für 47 wurden sie genehmigt. Im zweiten Quartal, als sich der Patientenrückgang wegen des ersten Lockdowns sehr viel stärker bemerkbar machte, wurden 496 Anträge gestellt. Bewilligt wurden 135. Ablehnungsgründe waren etwa ein Umsatzverlust von unter zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum oder zeitweilige Praxisschließungen, die nicht im Zusammenhang mit der Pandemie standen.

Die Vertreterversammlung hatte kürzlich die Weiterführung der Ausgleichszahlungen vor allem auch für Leistungen außerhalb des Budgets gefordert. Wie andere KVen auch fürchtet sie eine Benachteiligung der Vertragsärzte im Vergleich zu Krankenhäusern, die für wegen Corona abgesagte Operationen entschädigt werden. (zei)

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