Krebsregister

Schleswig-Holstein: Kooperation mit onkologischen Zentren erleichtert

Schleswig-Holstein novelliert sein Landeskrebsregistergesetz. Profitieren sollen Versorgung und Forschung gleichermaßen.

Veröffentlicht:

Kiel. Schleswig-Holsteins Landesregierung hat Änderungen am Krebsregistergesetz des Landes beschlossen. Mit der Novelle will sie unter anderem erreichen, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Register und den onkologischen Zentren im Land gestärkt wird.

„Daten können gezielter ausgewertet und bereitgestellt werden“, erklärte Landesgesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) zur Änderung. Für die Qualitätssicherung stellte sie ein transparentes Benchmarking in Aussicht.

Auch der Zugang zu Forschungsdaten und der Zugang zu den Krebspatienten für die Forschung sei optimiert worden. Von der Decken stellte aber klar: „Trotz dieser Änderungen bleibt der Schutz der Registerdaten auf höchstem Niveau bestehen.“

Meldepflicht für Ärzte- und Zahnärzteschaft

Das 1998 eingerichtete epidemiologische Krebsregister im Norden wurde 2015 zu einem integrierten klinisch-epidemiologischen Krebsregister ausgebaut mit dem Ziel, die Forschung zu Krebserkrankungen und die Qualität der Versorgung zu verbessern.

Für alle Ärztinnen und Ärzte sowie für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die an der Diagnose, Behandlung oder Nachsorge von Krebserkrankungen bei Patienten mit Wohnsitz in Schleswig-Holsein beteiligt sind, besteht Meldepflicht.

Die jetzt verabschiedete Novelle war auch erforderlich, um weiterhin datenschutzkonform und fristgerecht an das bundesweite Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) übermitteln zu können. (di)

Mehr zum Thema

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Professor Jörg Wiltfang ist Präsident der DGMKG

Das könnte Sie auch interessieren
Die Hephata-Klinik setzt 3M™ M*Modal Fluency Direct erfolgreich ein

© 3M Healthcare Germany GmbH

Spracherkennung von 3M

Die Hephata-Klinik setzt 3M™ M*Modal Fluency Direct erfolgreich ein

Anzeige | 3M Healthcare Germany GmbH
Verschiedene Gesichter

© Robert Kneschke / stock.adobe.com / generated with AI

Seltene Erkrankungen

GestaltMatcher – Per Gesichtsanalyse zur Orphan Disease-Diagnose

Künstliche Intelligenz gilt auch in der Medizin als Schlüsseltechnologie, mit deren Hilfe zum Beispiel onkologische Erkrankungen stärker personalisiert adressiert werden könnten.

© Kanisorn / stock.adobe.com

EFI-Jahresgutachten 2024 übergeben

KI: Harter Wettbewerb auch in der Medizin

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

© Tag der privatmedizin

Tag der Privatmedizin 2023

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Referentenentwurf

„Gesundes-Herz-Gesetz“: Die Statin-Gießkanne für Deutschland?

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium

Lesetipps
Globuli in Fläschchen

© ChamilleWhite / Getty Images / iStock

Leitartikel

Homöopathie: Eine bloße Scheindebatte

Eine neue Leitlinie, die Ende diesen Jahres veröffentlicht werden soll, soll Ärzten und Ärztinnen in der hausärztlichen Versorgung helfen, Patienten und Patientinnen zur Vitamin-D-Substitution adäquat zu beraten.

© irissca / stock.adobe.com

32. Jahreskongress der SGAM

Empfehlungen zur Vitamin-D-Substitution: Neue Leitlinie angekündigt