Geburtshilfe in Schleswig-Holstein

UKSH bestätigt Einstieg beim Marien-Krankenhaus in Lübeck

UKSH und Erzbistum Hamburg bestätigen: Das Lübecker Marien-Krankenhaus soll verkauft werden und langfristig auf den UKSH-Campus umziehen. Grund: Sicherung der Geburtshilfe.

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Lübeck. Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und das Erzbistum Hamburg haben heute bestätigt, dass das UKSH Mehrheitsgesellschafter des Lübecker Marien-Krankenhaus werden soll. Das Erzbistum soll künftig nur noch zehn Prozent der Anteile halten.

Das Marien-Krankenhaus soll zwar eine rechtlich selbstständige gemeinnützige GmbH und Arbeitgeber für die Angestellten bleiben. Langfristig ist aber ein Neubau des Hauses auf dem Lübecker Campus des UKSH geplant. Derzeit hat das Belegkrankenhaus seinen Standort in der Lübecker Innenstadt.

Belegärzte sollen auf dem UKSH-Campus operieren

Damit bestätigen beide Seiten die bisherigen Berichte auch offiziell. Begründet wird der Wechsel der Anteile mit der Sicherstellung der Geburtshilfe, „da aus Altersgründen mehrere Frauenärzte und Frauenärztinnen ihre geburtshilfliche Tätigkeit eingestellt haben oder einstellen werden“.

Ein Umzug hätte aus Sicht der Partner die Vorteile, dass das UKSH-Eltern-Kind-Zentrum bei Engpässen unterstützen könnte und dass es in Notfällen kürzere Wege gebe. Wie berichtet, laufen unter anderem die 40 Belegärzte verschiedener Fachrichtungen des Marien-Krankenhauses gegen diese Pläne Sturm. Ihnen soll ein Angebot gemacht werden, künftig auf dem Campus zu operieren.

Unklarheit über zwei Häuser

Mit der Ankündigung zeichnet sich auch ab, dass die drei Häuser der Ansgar-Gruppe, zu der auch das Hamburger Marienkrankenhaus und das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift zählen, nicht wie ursprünglich geplant als Gruppe veräußert werden. Wie es mit den beiden anderen Häusern weitergeht, ist offen. In der gemeinsamen Mitteilung heißt es: „In der jetzigen Phase sind die Beteiligten offen für konstruktive Gespräche.“

Beide Aufsichtsgremien der Kliniken müssen den Plänen noch zustimmen. Hauke Hansen, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Kieler Landtag, begrüßte das Angebot des UKSH, zeigte sich aber offen für Vorschläge anderer Träger. (di)

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