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Ärzteromantik der 80er Jahre: Die "Schwarzwaldklinik" kommt wieder

GLOTTERTAL (dpa). Neuauflage eines TV-Klassikers: 20 Jahre nach dem Start wird die ZDF-Serie "Schwarzwaldklinik" wiederbelebt. Am 27. Juli beginnen im Glottertal und an weiteren Originalschauplätzen im Schwarzwald die Dreharbeiten für eine neue Folge.

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"Ein solches Ereignis hat es im deutschen Fernsehen noch nie gegeben", sagt Produzent Wolfgang Rademann (69). Vor der Kamera stehen die Schauspieler, die sich schon vor zwei Jahrzehnten die Ärztekittel übergestreift haben. "Wir haben das große Glück, daß bis auf eine Ausnahme alle Schauspieler von damals noch leben und aktiv sind", sagt Rademann. Da die Serie mittlerweile Kultcharakter habe, sei er mit seinen Plänen bei allen Beteiligten auf positive Resonanz gestoßen. Genau 20 Jahre nach den ersten Dreharbeiten brechen daher nun alte Zeiten an. Vor dem markanten Gebäude im Glottertal, in dem heute eine Klinik zur Familienrehabilitation untergebracht ist, werden erneut die Kameras surren.

"Es wird ein nostalgisches Wiedersehen mit nahezu allen Beteiligten." Produziert werde bis zum Herbst ein 90-Minuten-Film. Er wird dann im kommenden Jahr, pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum der Serie, auf den Bildschirm kommen. Ein genauer Sendetermin steht noch nicht fest.

Vor und hinter der Kamera werden die Akteure von damals arbeiten. Der durch diese Rolle bekannt gewordene Klausjürgen Wussow (75) wird wieder Professor Brinkmann spielen. Er tritt vermutlich aber in den Hintergrund, weil Wussows Sohn Sascha (39) den Part des jüngeren Klinikchefs übernehmen wird. Gaby Dohm, Sascha Hehn, Christian Kohl, Evelyn Hamann und viele andere "Schwarzwaldklinik"-Urgesteine sind ebenso wieder dabei. Regie führt wie damals Hans-Jürgen Tögel.

"Ich finde es positiv, daß die Schwarzwaldklinik gedreht wird, weil dieses Vorhaben ein richtiges Zeichen gegen den Jugendwahn im Fernsehen ist", sagt Wussow. Er freue sich, nach den Negativschlagzeilen der vergangenen Monate nun wieder in seine Paraderolle schlüpfen zu können. Dies bedeute für ihn die Rückkehr ins seriöse Fach. "Ich kann mir vorstellen, daß es über den 90-Minuten-Film hinaus weitere neue Folgen gibt, wenn die Drehbücher stimmen", sagt er.

"Die Schwarzwaldklinik war auch deshalb so erfolgreich, weil wir rechtzeitig aufgehört und die Sache nicht unnötig in die Länge gezogen haben", sagt Produzent Rademann. Allein in Deutschland seien nach dem Ende der "Schwarzwaldklinik" mehr als 25 Ärzteserien ins Fernsehen gebracht worden. Den Erfolg des Vorbildes aus dem Schwarzwald hat jedoch keine geschafft.

Die "Schwarzwaldklinik" gilt als die bislang populärste und erfolgreichste deutsche Fernsehunterhaltungsserie und hat weltweit Millionen Menschen in ihren Bann gezogen. Die Dreharbeiten begannen 1984, im Oktober 1985 ging die erste Folge auf Sendung. Insgesamt wurden 73 Folgen gedreht. Bis zu 28 Millionen Menschen saßen in den 80er und 90er Jahren allein in Deutschland vor den TV-Geräten.

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