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Die Duftmarke: Geistlich

Jalousien, Ventilator, Klimaanlage – womit versuchen Sie, die Wärme aus Ihren Praxisräumen zu drängen? Und Hand aufs überhitze Herz: Funktioniert das wirklich?

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Jalousien, Ventilator, Klimaanlage – womit versuchen Sie, die Wärme aus Ihren Praxisräumen zu drängen? Und Hand aufs überhitze Herz: Funktioniert das wirklich? Immerhin impft es sich im Abgedunkelten schwer, zu viel Wind bringt das Verbandsmaterial durcheinander und durch den Energieverbrauch der Klimaanlage spitzt sich das Thema der (Erd-)Erwärmung doch lediglich weiter zu. Die Praxisräume klimagerecht zu sanieren könnte sich also am ehesten lohnen, reißt aber auch ein tiefes Loch in das Praxis-Portemonnaie.

Doch zum Glück gibt es eine Lösung: In der Stadt und auf dem Land stehen rund 45.000 Räumlichkeiten leer, die stets kühl bleiben, seit Jahrzehnten einen Besucherrückgang verzeichnen und deren Instandhaltung vom Steuerzahler finanziert wird: Kirchen.

Das Phänomenale: Eine Kooperation von Praxen und Gotteshäusern lohnt sich nicht nur in den heißen Sommermonaten. Einerseits finden die Patientinnen und Patienten im kirchlichen Wartezimmer endlich wieder die Ruhe, Bibelverse statt Yellow Press zu studieren. Andererseits wird in den interdisziplinären Versorgungszentren, ganz im Sinne der ganzheitlichen Medizin, Körper und Geist therapiert: Blutabnahme im Seitenschiff, Belastungs-EKG im Kirchturm und heilende Worte im Chor. Sprechende Medizin wird Ärzten zu schlecht honoriert? Geben Sie die Aufgabe doch einfach an ihren geistlichen Kollegen weiter. Er freut sich über Gesellschaft im Beichtstuhl.

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