Direkt zum Inhaltsbereich

„ÄrzteTag“-Podcast

Warum die Corona-Pandemie das Risiko der Internet-Spielsucht befeuert

Kinder verbringen heute viel Zeit mit Onlinespielen – doch wann ist das zu viel? Und warum hat sich gerade der Lockdown nachhaltig ungünstig ausgewirkt? Diesen Fragen gehen wir im Gespräch mit den Kinderarzt Professor Hans-Iko Huppertz und -psychiater Dr. Jakob Florack nach.

Ruth NeyVon Ruth Ney Veröffentlicht:
Dr. Jakob Florack, Kinder- und Jugendpsychiater im Vivantes Klinikum im Friedrichshain und Kinderarzt Professor Hans-Iko Huppertz, Präsident der DAKJ.

Dr. Jakob Florack, Kinder- und Jugendpsychiater im Vivantes Klinikum im Friedrichshain, und Kinderarzt Professor Hans-Iko Huppertz, Präsident der DAKJ.

© DAKJ / Vivantes

Vor wenigen Wochen hat eine Erhebung ein Schlaglicht auf eine besondere Folge der Corona-Pandemie geworfen. Sie hat nämlich verdeutlicht, wie stark der Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen während der Lockdown-Phase im Frühjahr zugenommen hat. Forscher des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes und Jugendalters am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf hatten dafür im April rund 1200 Familien mit Kindern im Alter zwischen zehn und 17 Jahren befragt und die Erhebungsdaten mit Daten von September 2019 verglichen. Das Ergebnis: Die durchschnittliche Verweildauer der Zehn- bis 17-Jährigen in den sozialen Medien war werktags um 66 Prozent angestiegen. Die Nutzungsdauer von Onlinespielen an diesen Tagen stieg um 75 Prozent. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, bezeichnete den Anstieg der Verweildauer von Minderjährigen im Internet als „heftig“ und warnte, diese Entwicklung dürfe „so nicht weitergehen“.

Nun hat auch die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) in diesem Zusammenhang Alarm geschlagen und warnt vor einem Anstieg der Computerspiel- und Internetabhängigkeit. Doch in der geplanten Gesetzesnovelle zum Jugendschutz werde auf diese Risiken gar nicht eingegangen, kritisiert Professor Hans-Iko Huppertz, der Präsidenten der DAKJ. In einem gemeinsamen Gespräch gehen er und und Dr. Jakob Florack, Kinder- und Jugendpsychiater im Vivantes Klinikum im Friedrichshain, näher auf diese Kritik ein und erläutern, wie es denn tatsächlich um das Risiko Internet-Spielsucht steht, welche Spiele überhaupt kritisch sind und welchen Einfluss die Corona-Krise nun darauf hat. (Dauer 24:40 Minuten)
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

© AzmanJaka | Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

© FatCamera | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodellen)

Impfstatus Klinikpersonal

Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Lithiumtherapie aktiviert WNT-Signalweg

Regeneration der COPD-Lunge: Was ist da möglich?

Änderungen im Überblick

So wirkt sich das GKV-Spargesetz auf Praxen aus

Lesetipps
Ärztin untersucht einen Mann an der Schulter

© New Africa / stock.adobe.com

Betäubungsmittel richtig verordnen

Opioide in der Urlaubsvertretung: Wie sich Missbrauch vorbeugen lässt

Tablets to maintain the correct functioning of the human cardiovascular system on a blue background close-up

© bisonov / stock.adobe.com

Kombi schlägt Monotherapie

Diese Blutdrucksenker werden am besten vertragen