„ÄrzteTag“-Podcast

Werden Menschen mit Behinderung im Gesundheitssystem benachteiligt, Professorin Graumann?

Wie steht es um die medizinische Versorgung von behinderten Patienten diesseits der Extremsituation einer Triage? Dazu spricht im „ÄrzteTag“-Podcast die Ethik-Professorin Sigrid Graumann.

Christian BenekerVon Christian Beneker Veröffentlicht:
Dr. Sigrid Graumann ist Professorin für Ethik an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und Rektorin der Hochschule und Mitglied in Deutschen Ethikrat.

Dr. Sigrid Graumann ist Professorin für Ethik an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und Rektorin der Hochschule und Mitglied in Deutschen Ethikrat.

© Porträt: Deutscher Ethikrat, Reiner Zensen | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

Im vergangenen Dezember sorgte das Bundesverfassungsgericht mit einem Urteil zur Corona-Triage für Unruhe: Der Gesetzgeber habe das Grundgesetz verletzt, „weil er es unterlassen hat, Vorkehrungen zu treffen, damit niemand wegen seiner Behinderung bei der Zuteilung überlebenswichtiger, nicht für alle zur Verfügung stehender intensivmedizinischer Behandlungsressourcen benachteiligt wird.“

Wie steht es um die medizinische Versorgung von behinderten Patientinnen und Patienten diesseits der Extremsituation einer Triage? Dazu spricht im „ÄrzteTag“-Podcast Prof. Sigrid Graumann aus Bochum. Sie ist Professorin für Ethik im Fachbereich Heilpädagogik und Pflege an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und seit 2017 Rektorin der Hochschule sowie Mitglied in Deutschen Ethikrat.

Graumann hat ein Buch zum Thema verfasst: „Assistierte Freiheit“. Die assistierte Freiheit soll das alte Modell der ärztlichen Zuwendung von oben herab durch ein Modell der Begegnung auf Augenhöhe ersetzen. Im „ÄrzteTag“ erklärt Graumann, was sich in Praxen und Krankenhäusern konkret ändern müsste, damit die UN-Menschenrechtskonvention auch in der medizinischen Versorgung umgesetzt wird. Auch spricht sie darüber, wie man mit dem Fremdeln und der Furcht zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen umgehen kann. (Dauer: 23:54 Minuten)

Lesen sie auch
Mehr zum Thema
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Auf dem Spielplatz hat Dr. Susanne Johna, Vorsitzende des Marburger Bundes und Mutter zweier mittlerweile erwachsener Kinder, früher viele Stunden verbracht.

© Frank Rumpenhorst

Kind, Kittel und Karriere

Johna: „Ich fürchte, einige Chefs denken noch so“

Die Inhalation von Cannabisrauch führt Studien zufolge zu chronischem Husten, vermehrter Sputumproduktion, Luftnot und gehäuft zu respiratorischen Infekten. Möglich sind bei regelmäßigem inhalativen Konsum schwere Lungenschäden.

© blickwinkel / dpa

DGP-Positionspapier

Pneumologen warnen: Schwere Lungenschäden durch Cannabis möglich

Es gibt viele Konstellationen, bei denen eine Anrechnung von Weiterbildung sehr wohl möglich ist: Baden-Württembergs Ärztekammerpräsident Dr. Wolfgang Miller.

© Landesärztekammer Baden-Württemberg

Muster-Weiterbildungsordnung

Ärztetag will Weiterbildung flexibler gestalten