„ÄrzteTag“-Podcast

Wie erkenne ich Schmerzen bei Menschen mit Demenz, Professorin Miriam Kunz?

Zusammengekniffene Augen, offener Mund, Zittern – hat meine Patientin Schmerzen? Eine genaue Beobachtung ist insbesondere bei Demenz wichtig, denn Betroffene können ihr Leiden häufig nicht mehr in Worten mitteilen. Miriam Kunz, Psychologin und Schmerzforscherin, gibt Tipps für die Schmerzdiagnostik bei kognitiven Einschränkungen.

Andrea SchudokVon Andrea Schudok Veröffentlicht:

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„Haben Sie Schmerzen?“ In den meisten Fällen reicht diese kurze Frage aus, damit Ärztinnen und Ärzte herausfinden, ob Patienten etwas weh tut. Nicht so bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen – etwa aufgrund einer Demenzerkrankung. Patienten in fortgeschrittenen Demenz-Stadien können ihre Schmerzen immer schlechter mit Worten mitteilen – das heißt aber natürlich nicht, dass sie schmerzfrei sind.

Ganz im Gegenteil: Gerade im hohen Alter ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand unter Schmerzen leidet hoch. Man geht davon aus, dass etwa die Hälfte der Menschen mit Demenz eigentlich eine kontinuierliche Schmerztherapie bekommen müssten.

Im „ÄrzteTag“-Podcast erklärt Professorin Miriam Kunz, Medizinische Psychologie und Soziologie, Universität Augsburg, wie sich Schmerzen bei Demenz-Patienten erfassen lassen. Worauf gilt es bei Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung zu achten?

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