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Klimakrise

BARMER verstärkt Engagement beim Klima- und Umweltschutz

Als erste große Krankenkasse Deutschlands arbeitet die BARMER nach eigenen Angaben nun klimaneutral. Sie will nicht nur Vorbild für weitere Kassen sein, sondern für das gesamte Gesundheitswesen.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Der ökologische Fußabdruck des eigenen Unternehmens zieht immer mehr Blicke von Klimaaktivisten, aber auch Anlegern auf sich.

Der ökologische Fußabdruck des eigenen Unternehmens zieht immer mehr Blicke von Klimaaktivisten, aber auch Anlegern auf sich.

© eteimaging / stock.adobe.com

Berlin. Die BARMER verstärkt ihr Engagement beim Klima- und Umweltschutz. Sie ist mit ihren 8,7 Millionen Versicherten nach eigenen Angaben vom Mittwoch die erste große Krankenkasse Deutschlands, die nun an allen Standorten klimaneutral arbeitet.

Bereits im Jahr 2021 habe die BARMER ihren CO2-Ausstoß gegenüber dem Jahr 2019 um 39 Prozent senken können, was rund 30.000 Tonnen gesundheitsschädliches Kohlendioxid ausmache. Der verbliebene CO2-Ausstoß werde jetzt durch die Unterstützung klimafreundlicher Projekte kompensiert.

„Als großer Player im deutschen Gesundheitswesen übernimmt die BARMER beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle. Damit wollen wir auch alle übrigen Akteure des Gesundheitswesens motivieren, Nachhaltigkeit als wichtigen Bestandteil ihrer Arbeit anzupacken“, erläutert BARMER-Vorstandsvorsitzender Professor Christoph Straub das Ansinnen und die strategische Ausrichtung der Kasse.

Er forderte den Gesetzgeber auf, Nachhaltigkeit im Sozialgesetzbuch zu verankern, um die Verantwortung aller Beteiligten im deutschen Gesundheitswesen zu unterstreichen.

6800 Tonnen CO2 durch Ökostrom eingespart

Bereits seit dem Jahr 2020 nutze die BARMER bundesweit Ökostrom. Allein dadurch habe sie rund 6.800 Tonnen CO2 eingespart. Gebäude würden schrittweise nach energetischen Kriterien saniert und der Postversand sowie der Papierverbrauch reduziert.

Der verstärkte Einsatz von Dienstfahrrädern und die Reduktion von Dienstreisen unterstrichen diesen konsequenten Ansatz. „Die unmittelbaren negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit müssen dazu führen, dass nachhaltiges Handeln zu einer direkten Aufgabe aller werden muss, auch der Akteure im Gesundheitswesen“, so Straub.

Auch die Gesundheitswirtschaft steht schon länger im Blick von Klimaaktivisten, wenn es um den ökologischen Fußabdruck der Branche geht. Das Bewusstsein über die globale Klimakrise und ihre Folgen muss endlich zu Konsequenzen führen – auch im Gesundheitswesen.

Das forderte zum Beispiel Linda Kastrup, Klimaaktivistin von Fridays for Future, im Mai auf dem Gesundheistkongress des Westens.

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