Schwangerschaftsabbrüche

2,3 Prozent mehr Abruptiones im 1. Quartal 2024

Nach einem Rückgang im vorangegangenen Quartal ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in den ersten drei Monaten wieder gestiegen. Die Mehrzahl der Frauen war zwischen 18 und 34 Jahre alt. Rund die Hälfte hatte zuvor noch kein Kind zur Welt gebracht, meldet Destatis.

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Wiesbaden. Im 1. Quartal 2024 wurden in Deutschland rund 28.200 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, das waren 2,3 Prozent mehr als im 1. Quartal 2023. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, war damit nach dem Rückgang im 4. Quartal 2023 (-3,1 Prozent zum 4. Quartal 2022) wieder ein Anstieg im Vorjahresvergleich zu verzeichnen.

Zuvor war die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ab dem 4. Quartal 2021 durchgängig gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal gestiegen. Die Ursachen für diese Entwicklung seien laut Destatis anhand der Daten nicht bewertbar. Insbesondere würden keine Erkenntnisse über die persönlichen Entscheidungsgründe für einen Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregelung vorliegen.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant

69 Prozent der Frauen, die im 1. Quartal 2024 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 19 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. 9 Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter, 3 Prozent waren jünger als 18 Jahre. Rund 42 Prozent der Frauen hätten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch kein Kind zur Welt gebracht, so Destatis.

95 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Eine Indikation aus medizinischen Gründen oder aufgrund von Sexualdelikten war in den übrigen 5 Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (46 Prozent) wurden mit der Absaugmethode durchgeführt, bei 41 Prozent wurde das Mittel Mifegyne® verwendet.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant, davon 84 Prozent in Arztpraxen beziehungsweise OP-Zentren und 13 Prozent ambulant in Krankenhäusern. (eb)

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