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Medikationsplan

Abwehr allein reicht nicht

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Der Medikationsplan, wie ihn KBV und GKV im EBM umgesetzt haben, scheint auf breiter Front durchzufallen: Ärzte sind unzufrieden, Apotheker sehen ihre Expertise nicht berücksichtigt, Wissenschaftler machen auf Schwachstellen aufmerksam.

Die Kritik: Der seit Oktober vorgeschriebene Medikationsplan wird den Patienten nicht helfen, wie es für eine bessere Arzneimitteltherapiesicherheit nötig wäre. Umso wichtiger ist es, dass Politiker wie Edgar Franke, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, sich dieser Kritik stellen.

Beim Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik hat Franke dennoch eine Chance vertan – nämlich zu zeigen, dass die Einschätzungen der Heilberufe bei den Gesundheitspolitikern Gewicht haben.

Auf die konstruktive Kritik von Ärzten reagierte er mit Hinweisen auf die Reformaktivitäten der großen Koalition und auf die Blockade der Selbstverwaltung bei der elektronischen Gesundheitskarte.

Gegenseitige Vorwürfe bringen die Sache jedoch nicht weiter. Besser wäre ein konstruktiver Dialog über mögliche Veränderungen am Medikationsplan gewesen. Die Heilberufe haben dafür wertvolle Hinweise gegeben. Bleibt zu hoffen, dass Franke diese auf ihre Eignung prüfen lässt – auch wenn die Selbstverwaltung aus seiner Sicht Grund zur Kritik gibt.

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