RKI meldet

So steht es aktuell um SARS-CoV-2 in Deutschland

Die meisten Patienten stecken sich inzwischen im Inland an, informiert das Robert Koch-Institut. Aktuelle Zahlen zum saisonalen Grippegeschehen relativieren die Aufregung um das Coronavirus.

Von Thomas HommelThomas Hommel Veröffentlicht:
Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts: Die Zunahme der Fälle mit SARS-CoV-2 außerhalb Chinas ist schneller und größer als innerhalb Chinas. (Archivbild)

Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts: Die Zunahme der Fälle mit SARS-CoV-2 außerhalb Chinas ist schneller und größer als innerhalb Chinas. (Archivbild)

© Paul Zinken/dpa

Berlin. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist seit Mittwoch noch einmal nach oben geklettert. Weltweit gibt es laut Robert Koch-Institut (RKI) Stand Donnerstagmorgen mehr als 95.400 Fälle. Das entspricht einer Zunahme von rund 2330 Infektionen.

In Deutschland sind aktuell 349 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert, die meisten davon leben in Nordrhein-Westfalen (175), Baden-Württemberg (65) und Bayern (52), teilte RKI-Präsident Professor Lothar Wieler beim Pressebriefing des Instituts am Donnerstag in Berlin mit.

Mehrzahl der Patienten genesen

Aktuelle Zahlen zu SARS-CoV-2 gibt es auf der Webseite des RKI.

Nach wie vor gebe es in China die meisten Ausbrüche (80 520), so Wieler. „Aber die Zunahme der Fälle außerhalb Chinas ist schneller und größer als innerhalb Chinas.“

Außerhalb des „Reichs der Mitte“ seien inzwischen 80 Länder betroffen, in denen knapp 14.900 Infektionsfälle gemeldet seien. Weltweit seien 3285 Patienten an der Viruserkrankung verstorben, 53.400 hätten sich von der Krankheit erholt und könnten als genesen gelten.

Eine neue Tendenz zeige sich bei den „Infektionsherden“, betonte Wieler. „Die Mehrzahl der Personen, die wir als Meldefälle haben, stehen nicht mehr im Zusammenhang mit einem Auslands-, sondern mit einem Inlandsaufenthalt.“

„Strategie der Eindämmung weiter fahren“

Die „Strategie der Eindämmung“ des Virus durch die Gesundheitsämter vor Ort müsse daher weiter konsequent gefahren werden, forderte der RKI-Präsident. Da die Dauer einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 etwa sieben Tage betrage, bestünden gute Chancen, mögliche Kontaktpersonen infizierter Patienten zu identifizieren und zu isolieren.

Grippezahlen relativieren Aufregung um Corona

Wieler informierte auch über das saisonale Grippegeschehen in Deutschland. Die Zahlen relativieren die Aufregung um das Coronavirus. Laut RKI sind in dieser Saison in Deutschland bereits rund 200 Menschen an Grippe gestorben. Die Mehrheit (87 Prozent) von ihnen sei älter als 60 Jahre gewesen. „Das ist die uns allen bekannte Risikogruppe“, sagte Wieler.

Seit Oktober 2019 wurden den Angaben zufolge mehr als 11. 200 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übersandt. Etwa ein Sechstel (17 Prozent) der Patienten mussten stationär versorgt werden. Da nur ausgewählte Arztpraxen Influenzaproben an das Robert Koch-Institut übermitteln, dürften die tatsächlichen Fallzahlen höher liegen. Sie werden erst nach Ende der Grippesaison auf ganz Deutschland hochgerechnet.

Lesen Sie dazu auch
Mehr zum Thema

Präexpositionsprophylaxe

HIV-PrEP möglicherweise bald als langwirksame Injektion

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Der neue und der alte Minister: Karl Lauterbach (li.) und Jens Spahn (Mitte) bei der Amtsübergabe im Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch.

© Thomas Ecke / BMG

Amtsübergabe

Gesundheitsminister Lauterbach skizziert erste Gesundheitspläne

Wie gut schützen die verfügbaren Impfstoffe vor der Omikron-Variante?

© alphaspirit / stock.adobe.com

Corona-Vakzine

Impfschutz: Gegen Omikron braucht es deutlich höhere Antikörperspiegel