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IMS Health

Arzneiausgaben mit 5,8 Prozent im Plus

Die Ausgabendynamik konzentriert sich nach Angaben von IMS Health insbesondere auf Arzneigruppen mit hohen Umsätzen in der GKV.

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Von Januar bis Ende September haben die Krankenkassen Arzneimittel und Testdiagnostika (ohne Impfstoffe) in Höhe von 26,4 Milliarden Euro bezahlt. Das entspricht einem Zuwachs von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilt das Beratungsunternehmen IMS Health mit.

Zwangsrabatte von Herstellern und Apotheken sowie die Einsparungen aus Erstattungsbeträgen sind bei diesem Wert berücksichtigt, nicht aber Einsparungen aus Generika-Rabattverträgen und Patientenzuzahlungen.

Die Zahl der abgegebenen Packungen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent gestiegen und beläuft sich auf 521 Millionen.

Zuwachs bei Hepatitis-Präparaten

Deutlich anders sieht das Ergebnis aus, wenn nur die 15 Arzneigruppen mit den höchsten Umsätzen betrachtet werden, die sich allein auf knapp 11,3 Milliarden Euro addieren. Dann ergeben sich Mehrausgaben von zehn Prozent in den ersten neun Monaten.

Am höchsten fällt der Zuwachs bei neuen Hepatitis-Präparaten aus (plus 140 Prozent). Da diese Medikamente allerdings vor einem Jahr teilweise noch gar nicht zugelassen waren, ist dieser Vergleich artifiziell.

Überdurchschnittliche Steigerungsraten weisen auch Faktor Xa-Hemmer auf, die etwa in der Prophylaxe von Patienten mit Thrombosen und Embolien eingesetzt werden (48,5 Prozent) sowie antineoplastisch wirksame Proteinkinasehemmer in der Krebsbehandlung (16,6 Prozent).

Im Impfstoffmarkt hat sich die Menge abgegebener Dosen seit Jahresanfang um knapp zwei Prozent auf 26 Millionen erhöht. Mehrfach-Impfstoffe wiesen dabei im September den höchsten Zuwachs auf, darunter Influenza-Vakzine.

Die von Pharma-Herstellern und Apotheken zu leistenden Zwangsabschläge haben seit Jahresbeginn die Krankenkassen um rund 2,6 Milliarden Euro entlastet. Davon entfielen knapp 1,8 Milliarden Euro auf die Hersteller, 834 Millionen auf Apotheken. Die private Krankenversicherung profitierte in diesem Zeitraum von Hersteller-Abschlägen in Höhe von 299 Millionen Euro.

Stark zugelegt haben bei den Herstellerrabatten in der GKV vor allem Einsparungen durch Erstattungsbeträge, die im Anschluss an eine frühe Nutzenbewertung ausgehandelt worden sind. Sie addierten sich in den ersten neun Monaten auf 533 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum 2014 waren es noch 249 Millionen Euro.

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