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Robert Koch-Institut

Basisreproduktionszahl unter Eins gesunken

Die Zahl der Coronavirus-Neuerkrankungen in Deutschland sinkt: Ein Infizierter steckt nach neuesten RKI-Daten nur noch durchschnittlich 0,7 Menschen an.

Veröffentlicht:
RKI-Präsident Professor Lothar H. Wieler betonte, für eine Lockerung der Maßnahmen sei nicht nur die Reproduktionszahl relevant.

RKI-Präsident Professor Lothar H. Wieler betonte, für eine Lockerung der Maßnahmen sei nicht nur die Reproduktionszahl relevant.

© John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Berlin. Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gesunken.

Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr weniger als einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate R0 liegt bei 0,7. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht, wie das RKI berichtete.

Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3 – jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert.

RKI-Präsident Professor Lothar H. Wieler hatte am Dienstag gesagt, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsste diese Reproduktionszahl unter 1 liegen, derzeit betrage sie 1,2. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Zuge der Ankündigung erster Lockerungen bei Corona-Maßnahmen am Mittwoch deutlich gemacht, dass schon vermeintlich kleine Änderungen der Reproduktionszahl erhebliche Folgen haben können.

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Nicht nur Reproduktionszahl relevant

Wieler hatte allerdings auch gesagt, für eine Lockerung der Maßnahmen sei nicht nur die Reproduktionszahl relevant, sondern auch der Anteil immuner Menschen in der Bevölkerung sowie die Kapazitäten des Gesundheitssystems.

Es gebe derzeit noch keine Hinweise darauf, dass die Coronavirus-Epidemie in Deutschland eingedämmt sei. Es sei aber gelungen, sie zu verlangsamen, vor allem durch das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 77 .000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. (dpa)

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