Corona-Kabinett

Intensivkapazitäten flexibler nutzen

Die Intensivkapazitäten sollen flexiber genutzt werden können. Darüber hat das Corona-Kabinett beraten. Am Mittwoch schalten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länder-Chefs zusammen.

Veröffentlicht: 26.10.2020, 16:04 Uhr
Informierte nach der Sitzung des Corona-Kabinetts über die aktuelle Lage: Regierungssprecher Steffen Seibert.

Informierte nach der Sitzung des Corona-Kabinetts über die aktuelle Lage: Regierungssprecher Steffen Seibert.

© Jens Büttner/dpa (Archivbild)

Berlin. Bundesgesundheitsministerium und Innenministerium reagieren auf die steigenden Coronazahlen und die damit wachsende Inanspruchnahme der Intensivkapazitäten.

Am Montag haben sie sich im Corona-Kabinett auf Konzepte verständigt, die eine flexiblere Nutzung der Intensivkapazitäten ermöglichen sollen. Dabei gehe es darum, Patienten zwischen Krankenhäusern zu verlegen.

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Bereits vor zwei Wochen hatten Ärzte darauf gedrungen, „intelligente Verlegekonzepte“ zwischen Kliniken zu entwickeln, um den regulären Klinikbetrieb zumindest teilweise aufrecht erhalten zu können. Anders als während der ersten Welle wolle man nun 60 bis 70 Prozent des Regelbetriebs in den Krankenhäusern aufrecht erhalten.

592 beatmete Corona-Patienten

Stand Montag, 26. Oktober, würden 1304 Corona-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen behandelt, 592 von ihnen würden invasiv beatmet, berichtete Regierungssprecher Steffen Seibert.

Aufgrund des sprunghaften Anstiegs der Infektionszahlen in der vergangenen Woche könne in zahlreichen Kommunen die Nachverfolgung jedes einzelnen Falls nicht mehr gewährleistet werden, sagte Seibert.

Noch scheint ein Strategiewechsel bei der Nachverfolgung kein Thema zu sein. „Wer Kontakt ist, muss getestet werden“, sagte Seibert.

Strategiewechsel noch nicht Thema

Am Wochenende hatte die Verbands-Vorsitzende der Amtsärzte, Ute Teichert, einen Strategiewechsel ins Gespräch gebracht. Demnach sollten die Kontakt-Scouts der Gesundheitsämter Infizierte gezielt nach der Teilnahme an Parties, Familienfeiern oder anderen so genannten Infektionsclustern fragen. Diese Personen sollten dann in Vorsorge-Quarantäne gehen, auch ohne zuvor positiv getestet worden zu sein, sagte sie der „Tagesschau“.

Nach einem negativen Test könne diese aufgehoben werden. Für ein solches Vorgehen müssten allerdings die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, sagte Teichert.

Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder erneut zur Corona-Lage beraten, dieses Mal wieder per Videoschalte. (af)

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