AOK Nordost

Deutlich kürzere Wartezeiten

Die AOK Nordost legt einen Wartezeitenindex vor. Es zeigt sich: Die meisten Patienten mussten nicht so lange auf einen Facharzttermin warten, wie ein Jahr zuvor. Doch es gibt klare regionale Unterschiede.

Veröffentlicht:

BERLIN. Die meisten Patienten im Nordosten erhalten innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt: Das zeigt der GeWINO-Wartezeitenindex der AOK-Nordost für das Jahr 2013.

Insgesamt zeigt sich, dass sich die Wartesituation in den neun betrachteten Fachgruppen verbessert hat. AOK-Patienten bekamen bei Augenärzten, Orthopäden, Gynäkologen, HNO-Ärzten, Dermatologen, Neurologen, Gastroenterologen, Kardiologen und Nephrologen zeitnäher einen Termin als 2012.

In Berlin etwa bekamen 2013 nach dem GeWINO-Wartezeitenindex nahezu alle Patientinnen innerhalb von 28 Tagen einen Termin beim Frauenarzt.

Im Vergleich zu 2012 stieg der Index für Berliner Gynäkologen von 79,4 auf 95,7 Prozent. Das heißt: Nur 4,3 Prozent der AOK-Patientinnen mussten länger als vier Wochen auf einen Termin warten.

Neben Berlin haben sich bei Frauenärzten die Wartezeiten auch in Brandenburg (von 73,6 auf 86,4 Prozent) und in Mecklenburg-Vorpommern (von 72,9 auf 76,0 Prozent) verbessert.

Wartezeitenindex stieg auf 78,3 Prozent

Insgesamt stieg der Wartzeitenindex, den das Gesundheitswissenschaftlichen Institut Nordost (GeWINO) entwickelt hat, in der Region der AOK Nordost von 66,8 auf 78,3 Prozent.

Allgemein zeigt der Index 2013 ein deutliches West-Ost-Gefälle in Brandenburg und in Berlin, wie GeWINO-Geschäftsführer Dr. Thomas Zahn erläutert.

Im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick mussten die Patienten beispielsweise im Schnitt länger auf einen Termin warten als in Charlottenburg-Wilmersdorf. Auch im Landkreis Havelland war die Wartezeit geringer als im Landkreis Oder-Spree.

In Zukunft, so Zahn, will das GeWINO untersuchen, wie die Terminservicestellen den Anteil der Überweisungen und den Wartezeitenindex verändern. Daten dazu sollen jährlich veröffentlicht werden.

Grundlage waren 7,2 Millionen fachärztliche Behandlungsfehler

Der GeWINO-Wartezeitenindex misst den Anteil der Überweisungen mit weniger als 28 Tagen Wartezeit an allen auf KV-Abrechnungsdaten analysierbaren Überweisungen.

Der Wartezeitenindex wird in Prozent angegeben. Bei einem Ergebnis von 100 erhalten alle Patienten innerhalb von vier Wochen nach Überweisung eine Facharztbehandlung.

Je niedriger der Wartezeitenindex ist, desto länger müssen die Patienten auf einen Termin beim Facharzt warten.

Für den Wartezeitindex hat das GeWINO die pseudonymisierten Leistungsdaten von 1,8 Millionen AOK Nordost-Versicherten der Leistungsjahre 2012 und 2013 untersucht.

Grundlage waren 7,2 Millionen fachärztliche Behandlungsfälle der AOK-Versicherten bei den ausgewählten Facharztgruppen. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Prozesse werden teurer

Tipps: So können Praxen die Risiken für einen GOÄ-Streit minimieren

Sie fragen – Experten antworten

Ab wann darf ich jüngere Menschen auf Kasse gegen Herpes zoster impfen?

Bei Senioren

Hypothermie bei Sepsis – ein Warnsignal!

Lesetipps
Eine Blutdruckmessung

© CasanoWa Stutio / stock.adobe.com

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Ein Mann im Hintergrund nimmt einen Schluck von einem Drink. Im Vordergrund stehen vier Flaschen mit alkoholischen Getränken.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert