Brandenburg

Gesundheitsamt erlaubt wieder Klinikbetrieb

Nach der Schließung wegen eines massiven Corona-Ausbruchs fährt das Klinikum Ernst von Bergmann den Betrieb wieder sukzessive hoch.

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Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam kann seinen Betrieb nach und nach wieder hochfahren.

Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam kann seinen Betrieb nach und nach wieder hochfahren.

© Andreas Franke / picture alliance

Potsdam. Das Gesundheitsamt der Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam hat sämtliche Anordnungen, die für das städtische Klinikum Ernst von Bergmann im April in Verbindung mit einem massiven Ausbruch des neuartigen Coronavirus erlassen worden waren, aufgehoben. Damit kann das Klinikum sukzessive wieder in den regulären Betrieb unter Pandemie-Bedingungen übergehen. Das teilte die Stadtverwaltung am Montag mit. „Das Klinikum Ernst von Bergmann hat als Schwerpunktversorger zentrale Bedeutung für die Gesundheitsversorgung in Potsdam und Umgebung“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD).

Abschlussbericht bis Monatsende

Im Rahmen des Corona-Ausbruchs hatte das Klinikum Ernst von Bergmann eingeräumt, eine kritische Entwicklung im Rahmen der Corona-Pandemie nicht ausreichend erkannt zu haben und Aufklärung angekündigt. Einen entsprechenden Abschlussbericht werde das Klinikum nach Angaben der Stadtverwaltung bis spätestens 31. Mai an das Potsdamer Gesundheitsamt und das Gesundheitsministerium des Landes übermitteln. Im Zusammenhang mit dem Ausbruch hatte das Robert Koch-Institut Handlungsempfehlungen formuliert, die in das neue Schutz-, Hygiene- und Sicherheitskonzept eingeflossen seien.

Wie Klinikgeschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt erklärte, seien inzwischen mehr als 22.000 Corona-Tests bei Patienten und Mitarbeitern durchgeführt worden. Seit dem 13. Mai fahre der Rettungsdienst bereits wieder medizinische Notfälle der Bereiche Kardiologie, Angiologie, Neurologie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie in die Zentrale Notaufnahme des Klinikums . Zuvor wurden bereits die Bereiche Urologie, Hals-Nasen-Ohren-, Augenheilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Kinder- und Jugendmedizin wieder für den Rettungsdienst geöffnet. Weitere Schritte würden nun nach und nach folgen, erstes Zwischenziel sei die komplette Wiedereröffnung der Notfallversorgung bis Ende Mai. Die komplette Wiedereröffnung unter Pandemie-Bedingungen, mit der Konsequenz einer reduzierten Bettenzahl, sei für Ende Juni vorgesehen.

Abstrich für Patienten

Alle Patienten, die stationär aufgenommen werden, würden in der zentralen Notaufnahme einen COVID-Abstrich erhalten. Bis zum Vorliegen eines Ergebnisses würden sie isoliert. Darüber hinaus werde die Sicherheit durch eine strikte Trennung der Patienten und Patientenwege erhöht. Einbett-Zimmer seien als infektiologischer Standard definiert. (lass)

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