EU-Nutzenbewertung

Hecken warnt vor Folgen für Orphan Drugs

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MÜNCHEN. Auf dem Weg zu einer europaweit harmonisierten Nutzenbewertung von Arzneimitteln (EU-HTA) sieht der GBA-Vorsitzende Professor Josef Hecken das Risiko, dass Arzneimittel für Patienten mit seltenen Erkrankungen auf der Strecke bleiben.

Beim Wirtschaftsdialog des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller (BAH) wies Hecken darauf hin, dass bei Orphan Drugs der medizinische Bedarf am höchsten sei und daher auch eine besondere Notwendigkeit zur europaweiten Harmonisierung bestehe.

Diese werde allerdings durch den Verordnungsentwurf der EU-Kommission, der seit Januar 2018 vorliegt, nicht erreicht. Konkret befürchtet er, dass es bei der Bewertung der Medikamente zu Kampfabstimmungen kommt und letztlich eine Stimme Mehrheit den Ausschlag gibt – „und das ohne Vorlage einer belastbaren Evidenz.“.

Das Resultat könnte aus seiner Sicht sein, dass es keine geordnete Erstattung für diese Arzneimittel gibt und Hersteller die Produkte aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit vom Markt nehmen, was gravierende Folgen für die Patienten hätte.

„Wenn das die Basis für eine gemeinsame Nutzenbewertung wird, wird diese Nutzenbewertung nichts wert sein“, so Hecken. (sct)

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