Corona-Impfpflicht in der Klinik

Impfquoten im Krankenhaus deutlich über Bundesschnitt

Die Krankenhäuser haben sechs Prozent der Belegschaften als ungeimpft gemeldet. Mit Einschränkungen der Patientenversorgung muss gerechnet werden, heißt es in einer DKG-Umfrage.

Veröffentlicht:
Corona-Teilimpfpflicht: Durchschnittlich haben die Kliniken laut einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft nur sechs Prozent der Mitarbeiter als nicht gegen SARS-CoV-2 geimpft gemeldet.

Corona-Teilimpfpflicht: Durchschnittlich haben die Kliniken laut einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft nur sechs Prozent der Mitarbeiter als nicht gegen SARS-CoV-2 geimpft gemeldet.

© Ralf Geithe / stock.adobe.com

Berlin. Die Impfquoten in den Belegschaften der Krankenhäuser sind hoch. Im Durchschnitt haben die Krankenhäuser in Deutschland seit Mitte März sechs Prozent ihrer Beschäftigten wegen fehlender Impf- oder Genesenennachweise gegen SARS-CoV-2 an die Gesundheitsämter gemeldet. Die Spanne reicht von unter drei Prozent bis über acht Prozent.

Das geht aus einer Blitzumfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft unter 361 Krankenhäusern ab einer Größe von 50 Betten hervor. Die Ergebnisse liegen der Ärzte Zeitung vor. In Bundesländern mit generell niedrigeren Impfquoten wie Sachsen und Baden-Württemberg liegen auch die Impfquoten beim Krankenhauspersonal niedriger. Im Bundesschnitt sind rund 76 Prozent der Bevölkerung als grundimmunisiert erfasst.

Auch Ärzte unter den Ungeimpften

Unter den Gemeldeten sind auch Ärztinnen und Ärzte. Im Schnitt haben drei Prozent der Ärzte keine Impf- oder Genesenennachweise vorgelegt. Auch in der Intensivpflege gibt es Ungeimpfte (vier Prozent). Unter den Ärzten und dem Intensivpersonal hat sich den Ergebnissen zufolge die Impfquote seit Januar noch einmal deutlich erhöht.

Seit dem 16. März gilt für weite Teile des Personals in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen eine Impfpflicht gegen SARS-CoV-2. Trotz der geringen Meldequoten rechnet den Umfrageergebnissen zufolge mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Häuser mit Einschränkungen bei der Patientenversorgung, sollten die gemeldeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Ämtern mit Beschäftigungsverboten belegt werden. (af)

Mehr zum Thema

Quartalswechsel

Der Juli bringt diese Neuerungen für Ärzte und Praxen

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Handschlag mit sich selbst: Im MVZ können sich die Gesellschafter-Geschäftsführer selbst anstellen, so das BSG.

© Lagunov / stock.adobe.com

Bundessozialgericht

Selbsteinstellung im MVZ? Unter bestimmten Voraussetzungen möglich

Die meisten Behandlungsfehler passieren im stationären Bereich. Das lässt eine nicht repräsentative Analyse des Medizinischer Dienst Bundes vermuten. 

© Blue Planet Studio / stock.adobe.com

Behandlungsfehler-Statistik

MD-Bund: „Never Events“ endlich verpflichtend melden!

Schlafstörung? Da greifen viele Patienten eigenständig zu Melatonin. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Schlafstörungen: Vorsicht vor unkritischem Melatonin-Einsatz