Digitale Medizin

Internisten kündigen eigene App an

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BERLIN. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) will die digitale Informationstechnologie verstärkt in der internistischen Behandlung nutzen. "Wir erkennen das Risiko, aber insbesondere auch die Möglichkeiten der digitalen Medizin", sagte DGIM-Vorsitzender Gerd Hasenfuß, Professor am Uniklinikum Göttingen, am Donnerstag vor Journalisten.

Zentrales Ziel sei, die Ärzte intensiver darüber aufzuklären, wie sie Smartphone, Gesundheits-Apps oder digitale Diagnoseprogramme konkret nutzen können. Bislang spiele die digitale Technik eine "bescheidene Rolle" im Alltag der Ärzte. Mittlerweile entwickle sich jedoch eine neue Kultur und die Ärzteschaft öffne sich zunehmend für die Chancen der modernen Technik. "Wir erleben eine dramatisch schnelle Weiterentwicklung.

Vor zehn Jahren gab es noch kein Smartphone, heute gibt es weit über 100.000 Gesundheits-Apps", sagte Hasenfuß. Zum Jahreskongress im April will die DGIM selbst eine eigene Fitness-App auf den Markt bringen.

"Wir wollen in diesem kompetitiven Feld eine Schrittmacherfunktion in der Meinungsführerschaft übernehmen", betonte Ulrich Fölsch, Professor aus Kiel und DGIM-Generalsekretär.

Professor Friedrich Köhler von der Berliner Charité sieht einen großen Nutzen der digitalen Medizin in der Kardiologie. Die "e-Cardiology" sorge für eine neue Arbeitsweise, die die Prozesse der Behandlung in den Blick rücke. Richtig eingesetzt wirke sie wie ein "Frühwarnsystem" und könne die Zahlen der Klinikaufenthalte senken. Arztstellen ließen sich jedoch nicht einsparen .(wer)

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