Direkt zum Inhaltsbereich

Corona-Impfung

KV-Berlin: Vakzine ohne Ultrakühlung in Praxen verimpfen

Wenn es nach der Kassenärztlichen Vereinigung in Berlin geht, müssen die Vertragsärzte so schnell wie möglich gegen COVID-19 impfen können. Hierfür müsse die Politik aber schon jetzt handeln.

Veröffentlicht:
Ältere Menschen stehen vor dem Impfzentrum in der Treptow Arena für die Impfung gegen das Corona-Virus an. Die KV will mehr Impfungen in Praxen verlagern.

Ältere Menschen stehen vor dem Impfzentrum in der Treptow Arena für die Impfung gegen das Corona-Virus an. Die KV will mehr Impfungen in Praxen verlagern.

© Christophe Gateau/dpa

Berlin. Seit dem 27. Dezember vergangenen Jahres wird in Berlin zwar geimpft, aber Logistik und Terminvergabe laufen bisher schleppend an. Für eine Durchimpfung der Bevölkerung gegen COVID-19 müssen laut der KV Berlin deshalb die Vertragsärzte schnellstmöglich mit ins Boot geholt werden. Denn ein schnelles Impfen sei nur in den Praxen möglich.

„In der ambulanten Versorgung impfen wir in jedem Jahr innerhalb kürzester Zeit Millionen Menschen. Das schaffen wir auch bei der COVID-19-Impfung“, sagt der KV-Vorstand.

Sobald ein Impfstoff mit einfacherer Handhabung in Deutschland zugelassen ist, sollten daher Ärzte in ihren Praxen gegen Corona impfen können, fordert der KV-Vorstand. Hintergrund: Der Impfstoff von BioNTech benötigt eine Lagerung bei –70 Grad, der Corona-Impfstoff von Moderna bei –20 Grad.

Beim Impfstoff von AstraZeneca reicht hingegen eine Lagerung bei zwei bis vier Grad aus. „Der Vorteil gegenüber dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer liegt klar auf der Hand. Die Lagerung bei Kühlschranktemperaturen macht eine Impfung in den Praxen möglich“, so die KV. Allerdings ist auch der Moderna-Impfstoff, der gestern in der EU zugelassen worden ist, 30 Tage lang bei Kühlschranktemperaturen lagerbar.

Damit die Praxen aber bei Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca direkt impfen können, müsse die Politik bereits jetzt Tatsachen schaffen. Es brauche eine Vorbereitungszeit, etwa beim Blick auf die Priorisierung der Impflinge, der Einrichtung von Impfsprechstunden und dem Impfen von immobilen Patienten. (mas)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Ministerium hat noch Nachfragen zu Beschluss

Honorarkürzung Psychotherapie: BMG gibt noch kein grünes Licht

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pseudoresistenzen

Therapieresistente Hypertonie ist oft gar keine

Lesetipps
Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter