Terminservicestellen

KV Bremen setzt auf das Internet

Die KV etabliert die Terminvermittlung vor allem online. Das Meldesystem basiert auf Freiwilligkeit.

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BREMEN. Die Terminservicestelle der KV Bremen wird auf eine Homepage im Internet reduziert. "Dort können Patienten Termine abfragen und können Praxen Termine melden", heißt es im Beschluss der Vertreterversammlung (VV). Weil nicht jeder Patient das Internet nutzt, wird die KHB zwei Telefonleitungen schalten und zwei zusätzliche Mitarbeiter anstellen. Die Technik wird von der KV Telematik GmbH entwickelt.

"Alle Statistiken zeigen, dass wir in Deutschland im internationalen Vergleich am wenigsten eine Terminvermittlungsstelle brauchen", sagte Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der KV Telematik GmbH, bei der VV. Trotzdem müssten die KVen das Gesetz umsetzen. Das Versorgungsstärkungsgesetz schreibt als Starttermin spätestens den 23. Januar 2016 vor.

Ob das Online-Modell funktioniert, wird davon abhängen, ob die Ärzte ihre freien Termine auch auf der neuen Plattform setzen. Bei der Planung der Servicestellen habe es dazu unterschiedlichen Positionen gegeben, sagte Christoph Fox, Sprecher der KV Bremen, der "Ärzte Zeitung". Die KV setze auf die Freiwilligkeit der Ärzte, hieß es. "Wir gehen davon aus, dass die niedergelassenen Ärzte ausreichend Termine melden", sagte der stellvertretende KV-Vorstand Günter Scherer. Das System ist so angelegt, dass auch die Kliniken ihre offenen Termine eintragen können.

"In der Startphase können sich Praxen über die Internetseite der Servicestelle einloggen, später wird es auch direkt über das Praxisverwaltungssystem funktionieren", so die KV Bremen. "Die Praxissoftware-Hersteller werden das entsprechende Tool programmieren und mit dem nächsten Update in den Praxen installieren", sagte Fox.

Zahl, Dauer und Zeitpunkt der Termine können die Ärzte dann selber steuern. In einer späteren Phase können Ärzte auch Patienten melden, die nicht erschienen sind. Die Ärzte erhalten Aufkleber mit zwölfstelligen Codes, die sie auf die Überweisungen kleben. Damit können sich die so autorisierten Patienten auf der Homepage dann einen Termin vermitteln lassen. (cben)

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