Direkt zum Inhaltsbereich

Lieferengpässe

Kammerpräsident Gehle fordert Arznei-Produktion in der EU

Die Meldungen von Lieferengpässen bei Arzneimitteln reißen nicht ab. Westfalen-Lippes Kammerpräsident fordert, Arzneien in Deutschland oder der EU zu produzieren.

Veröffentlicht:
Sorgt sich um die Arznei-Verfügbarkeit: Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Sorgt sich um die Arznei-Verfügbarkeit: Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

© Federico Gambarini / dpa / picture alliance

Münster. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe Dr. Hans-Albert Gehle fordert ein Umsteuern in der Produktion von Arzneimitteln. „Auch bei Medikamenten gibt es derzeit eine erhebliche Mangelverwaltung“, kritisierte er am Freitag.

Es könne nicht sein, dass Produkte wie fiebersenkende Medikamente für Kinder, Asthmasprays, Antibiotika oder Medikamente gegen Brustkrebs nicht lieferbar oder schwer erhältlich seien. „Es muss möglich sein, dass solche alltäglichen Medikamente stets vorrätig sind, um die Patientenversorgung zu gewährleisten.“

Neben aktuellen Ereignissen wie der Corona-Pandemie oder dem Ukraine Krieg sieht Gehle einen wesentlichen Grund für die aktuellen Lieferengpässe in der in den vergangenen Jahren erfolgten Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland. „Die Politik ist gefragt, für ein Umdenken zu sorgen, um die Herstellung von Arzneimitteln wieder nach Deutschland oder in die EU zurückzuverlagern.“

Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat sich am Donnerstag bei einem Besuch beim Pharmaunternehmen Novartis in Barleben für sichere Lieferketten bei Medikamenten und anderen medizinischen Produkten ausgesprochen und für eine stärkere Vernetzung im Gesundheitsbereich in Europa plädiert. (iss/dpa)

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Diabetes mellitus

Zusatznutzten für Teplizumab nicht quantifizierbar

Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Woman with diabetes standing on top of the hill and looking at camera

© Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Kommentare
Cordula Petit 25.07.202210:25 Uhr

"Die Politik ist gefragt, für ein Umdenken zu sorgen, um die Herstellung von Arzneimitteln wieder nach Deutschland oder in die EU zurück zu verlagern.“ Zur Erinnerung: Die Politik hat für genau den Preisdruck gesorgt, der eine Produktion innerhalb Europas nicht mehr möglich macht.

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

Kasuistik

Der Fall eines Patienten mit MODY-Diabetes nach längerer Remission

Lesetipps
Ultraschallsonde in einer Hand, zum Einsatz bereit

© Boris Kaulin / 2011 Photos.com

Zentrale Änderungen im Überblick

Aktualisierter GOÄ-Entwurf: Neue Leistungen, Umbewertungen und Bürokratieabbau