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Klimawandel und Ernährungskrisen

Organisation ONE kritisiert Ungleichheit bei globalen Gesundheitsausgaben

Länder mit hohem Pro-Kopf-Einkommen investieren im Vergleich zu den ärmsten Staaten etwa das 170-fache in ihre Gesundheitssysteme, bemängelt die Organisation ONE. Aufholbedarf herrsche vor allem in Afrika.

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Johannesburg. Die Entwicklungsorganisation ONE hat ein großes Ungleichgewicht bei den weltweiten Gesundheitsausgaben kritisiert. So investierten Länder mit hohem Pro-Kopf-Einkommen im Vergleich zu den ärmsten Staaten etwa das 170-fache in ihre Gesundheitssysteme, teilte die Lobbygruppe am Freitag in Johannesburg mit. Aufholbedarf herrsche vor allem in Afrika.

Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebe derzeit in Staaten mit niedrigem oder niedrig-mittlerem Einkommen. Obendrein verzeichneten diese Staaten die Hälfte der globalen Krankheitslast. Trotzdem entfielen den Angaben zufolge im Jahr 2020 nur knapp mehr als drei Prozent der globalen Gesundheitsausgaben auf die betroffenen Länder. „Die Ungleichheit erfreut sich bester Gesundheit", prangerte ONE an.

Nach Einschätzung der Aktivisten dürfte sich die Situation weiter verschärfen. Die Folgen des Klimawandels, Verschuldung und Ernährungskrisen sorgten für einen weiteren Rückgang der Gesundheitsausgaben. Unter den Mitgliedern der Afrikanischen Union (AU) habe nur Südafrika das Ziel der "Abuja-Erklärung" erreicht, mindestens 15 Prozent des Jahreshaushalts in den Gesundheitssektor zu investieren. (KNA)

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