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Solide Finanzierung und Nachwuchsgewinnung

Landesärztekammer fordert von der Politik große Weichenstellungen

In ihrer Kammerversammlung hat die Ärztekammer Sachsen-Anhalt Forderungen an die Politik beschlossen. Gerade die Bundespolitik beschränke sich zu sehr auf „kleine Initiativen, wie die zweifelhafte Cannabis-Legalisierung oder Vorsorgeuntersuchungen in Apotheken“.

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Magdeburg. Für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung ist aus Sicht der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt unbedingt mehr politisches Handeln nötig. Nicht „kleine Initiativen“ in vielen Bereichen, sondern grundsätzlich „wichtige Weichenstellungen“ seien notwendig, teilte die Ärztekammer Sachsen-Anhalt am Samstag anlässlich ihrer Kammerversammlung in Magdeburg mit.

Gefordert wird „ein personell und finanziell auskömmlich ausgestaltetes Gesundheitssystem, indem durchdachte digitale Lösung und weniger Bürokratisierung den Arbeitsalltag erleichtern und mehr Raum für die Patientenversorgung schaffen“.

Die Kammerversammlung beschloss laut Mitteilung ohne Gegenstimmen vier große Forderungen an Politik:

  • Solide und zielgerichtete Finanzierung: gerade angesichts einer älter werdenden Bevölkerung, aber auch eines Gesundheitswesen mit fortschreitenden medizinischen Möglichkeiten bestehe der Bedarf einer soliden finanziellen Grundlage. „Projekte wie Vorsorgeangebote in Apotheken sind vermeintliche Vorzeigeprojekte, die teure Doppelstrukturen schaffen und unnötig Mittel für die Finanzierung einer sinnvollen ärztlichen Versorgung binden“, so die Forderung. Die Kammerversammlung betont: Möglichkeiten der Delegation würden von der Ärzteschaft – im Gegensatz zur Substitution – weiter unterstützt.
  • Bessere Nachwuchsgewinnung: Es bedürfe einer bundesweiten Erhöhung und Finanzierung der Medizinstudienplätze und zugleich mehr Anreizen für pflegerisches- und medizinisches Fachpersonal. Praxen, Kliniken und andere Versorgungseinrichtungen, wie im öffentlichen Gesundheitsdienst, müssen hierfür auch finanziell so aufgestellt werden, dass Fachkräfte angemessenen und konkurrenzfähig entlohnt werden könnten.
  • Sinnvolle Digitalisierung: Digitale Anwendungen sollen praxisrelevant, praxisnah und nutzerfreundlich sein.
  • Weniger Bürokratie: Ein „stringenter Bürokratieabbau“ soll dazu beitragen, mehr Zeit für die Behandlung von Patienten einsetzen zu können. (dpa/sa/eb)
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