Direkt zum Inhaltsbereich

Geplante Krankenhausreform

Landkreistag warnt vor Zentralisierung von Klinikstandorten

Krankenkassen fordern die Zentralisierung von Krankenhausstandorten – Vertreter der Landkreise warnen davor: Dies laufe den medizinischen Bedarfen der Bevölkerung in der Fläche zuwider.

Veröffentlicht:
Krankenhaus, wie weiter? Der Landkreistag hofft auf „gute Ergebnisse“ bei den aktuellen Reformbestrebungen von Bund und Ländern.

Krankenhaus, wie weiter? Der Landkreistag hofft auf „gute Ergebnisse“ bei den aktuellen Reformbestrebungen von Bund und Ländern.

© upixa / stock.adobe.com

Berlin/Kassel. Mit Blick auf die geplante Krankenhausreform von Bund und Ländern hat der Deutsche Landkreistag (DLT) vor einer Zentralisierung von Klinikstandorten gewarnt.

„Das würde an den Bedarfen der Bevölkerung in der Fläche vorbeigehen“, sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbands, Reinhard Sager, nach einer Präsidiumssitzung am Mittwoch in Kassel.

Die wohnortnahe stationäre Versorgung sei für die Menschen elementar, machte Sager deutlich. Die Krankenhausplanung müsse daher in der Hand der Länder bleiben. Einheitliche Vorgaben von Berlin aus taugten nicht.

Mehrere Krankenkassen, aber auch das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung sprechen sich für eine stärkere Zentralisierung und Spezialisierung der Krankenhauslandschaft aus. Leitschnur müsse dabei die Qualität der Häuser sein. Noch immer erfolgten zu viele Eingriffe in Kliniken, die über nicht genügend Erfahrung und die nötige technische Ausstattung dafür verfügten.

Lesen sie auch

„Schnelle und gute Finanzausstattung“

DLT-Chef Sager betonte, nötig sei auch eine „schnelle gute Finanzausstattung“ der Krankenhäuser. Dabei spielten die Länder eine entscheidende Rolle, da sie für die Investitionsförderung verantwortlich zeichneten. Die Länder müssten ihrer Verantwortung zur Übernahme der Investitionskosten stärker als bislang nachkommen.

Sager verwies auch auf das kürzlich erschienene Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), wonach mehr als jedes zweite Krankenhaus für das laufende Jahr von einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage ausgehe und zunehmend Kredite aufnehmen müsse.

Schwierig bleibe auch die Personalsituation in den Kliniken, vor allem in der Pflege. „Das Risiko für die Versorgung wird mehr und mehr sichtbar“, so der DLT-Präsident. (hom)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Cardisio

© oxyven

Oxyven

Intravenöse Sauerstofftherapie mit Applimed-O2 1000

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Erfahrungsberichte aus ärztlicher Perspektive

DiGADocs: Hausärzte testen Digitale Gesundheitsanwendungen für Kollegen

Klassifikation von Herztönen nach Auskultation

Zusammenarbeit Mensch und KI: Das Vertrauen kann täuschen

Lesetipps
Richterhammer und Klemmbrett

© Andrii / Stock.adobe.com

Interview

EU AI Act: Was die neuen Transparenzpflichten für Praxen bedeuten

Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus

© iLexx / Getty images / iStock

Vergleich der Kreise

Wo MRSA-Infektionen besonders häufig sind

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram