Transitionsmedizin

Nach dem Pädiater hakt die Versorgung

An der Nahtstelle zwischen Pädiatrie und Erwachsenenmedizin klafft eine Versorgungslücke.

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BERLIN. Die Barmer GEK startet zum 1. Juli einen Versorgungsvertrag nach 73b SGB V mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Darin sollen Leistungen am Übergang von der Kinder- zur Erwachsenenmedizin extra vergütet werden.

Dazu gehörten die Beratung von Jugendlichen und Eltern sowie Übergabegespräche zwischen den Pädiatern und den Nachbehandlern.

Etwa 120.000 Kinder litten an schweren chronischen Erkrankungen, sagte Barmer GEK-Vize Dr. Rolf-Ulrich Schlenker beim Medizinkongress der Krankenkasse am Dienstag in Berlin. Regelhafte strukturierte Übergabeprozesse von Pädiatern an die Erwachsenenmediziner seien aber die Ausnahme.

Die mangelnde Koordination löse Unterversorgung aus. Zudem werde das Thema in der Aus- und Weiterbildung von Ärzten vernachlässigt, sagte Schlenker. Die Folgen seien Therapieabbrüche, Falschbehandlungen und mangelhafte Medikation.

50 bis 75 Prozent der rund 20.000 Kinder mit juveniler rheumatischer Arthritis in Deutschland gingen mit der Krankheit ins Erwachsenenalter, sagte Professor Angela Zink von der Charité.

Sie litten an Wachstumsstörungen und vor allem an Gelenk- und Organschäden. Ihre soziale Teilhabe sei eingeschränkt. Nach der in der Regel guten Versorgung im Kindesalter folgten Defizite.

Es fehlten rund 700 internistische Rheumatologen, sagte Zink. Lange Wartezeiten seien die Folge, was sich direkt auf den Therapieerfolg auswirken könne. Frühe Behandlung und neue Therapieoptionen, unter anderen mit Biologika, hätten die Prognose verbessert, so Zink. (af)

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